Auf vielfältige Weise konnte die Spendenaktion in den vergangenen Wochen zu etwas Freude verhelfen: von der Klassenfahrt bis zur Waldweihnacht.

Lokales: Sybille Neth (sne)

Stuttgart - Wandern, grillen, beschenkt werden und vor allem beisammen sein: Die gesellige Runde mit den Familien unter freiem Himmel hat die Waldweihnacht einen Tag vor Heiligabend zu einem Erlebnis gemacht. Organisiert hat sie für ihre Klienten und deren Familien die ambulante Therapieeinrichtung Tagwerk, die zur Drogenberatung Release gehört. Über den Blauen Weg ging es zum Bärenschlössle, und am Grillplatz beim Forsthaus 1 wartete schon der Leiterwagen mit der Verpflegung.

In sehr kleiner Runde feierten die acht Teilnehmer aus der Koch- und Kreativgruppe des Immanuel-Grötzinger-Hauses ihr Weihnachten. Alle lebten jahrelang auf der Straße und haben in dem Heim für ältere ehemals Wohnsitzlose der ihren Platz gefunden.

„Singen ist wegen Corona nicht erlaubt, deshalb haben wir die Musik eben aus der Konserve“, sagt Bianca Jahnke, die Leiterin der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Zuffenhausen. Hier versammeln sich am heutigen Heiligabend um den Weihnachtsbaum ältere Menschen, die sonst einsam und alleine zu Hause sitzen würden. Nachmittags geht es los mit Kaffee und Stollen, dann wird ein Film geschaut, die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und danach gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat.

Rührende Dankbarkeit

Schon am Montag hat in der Substitutionspraxis bei Release die Bescherung mit einem Minipräsent für diejenigen begonnen, die täglich in der Kriegsbergstraße wegen ihrer Therapie vorbeikommen. „Die Leute sind so dankbar, da kommen einem fast die Tränen vor Rührung“, sagt Uwe Collmer, der die Dienststelle leitet. „Es ist die Geste, die wichtig ist.“ An Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen können sich Hungrige hier mit belegten Brötchen versorgen, denn das Café muss geschlossen bleiben.

Ein Riesendank für die spontane Hilfe der Spendenaktion kommt von der Johannes-Gutenberg-Schule, denn nur durch eine Spende konnten tatsächlich alle aus der Abiturklasse des Fachbereichs Gestaltungs-und Medientechnik im November an der Klassenfahrt nach München teilnehmen. „Für die Klassengemeinschaft war das ungemein wichtig“, erklärt die Englischlehrerin Helin Haug. In der heimlichen Hauptstadt holten sich die Schülerinnen und Schüler Anregungen für ihr Fach bei Kunstausstellungen.

Ein Bild vom neuen Bett

Nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über melden sich dankbare Spendenempfängerinnen und -empfänger. Und ab und zu zeigen Kinder mit selbst gemalten Bildern, wie schön jetzt ihr Zimmer ist mit dem neuen Bett und dem Schreibtisch – Dinge, die nur dank einer Spende von Hilfe für den Nachbarn gekauft werden konnte. Fast die Hälfte der Spendengelder werden für die Anschaffung von Elektrogeräten und Möbeln verwendet.

Aber es erreichen uns auch andere Bitten, zum Beispiel für die amtliche Übersetzung von Dokumenten und Zeugnissen. So ist uns kürzlich ein Brief folgenden Inhalts zugegangen: „Dass es so gute Menschen wie Sie gibt, die da sind, um Menschen in Not wie mir zu helfen!“ Eine andere Klientin hat sich über die Barspende für einen CD-Player gefreut: „Selbst hätte ich mir dieses Gerät nicht leisten können. Es hilft mir, psychisch wieder gesund zu werden.“ Und ein Klient, der mithilfe einer Spende den Eigenanteil an seiner Zahnbehandlung bezahlen konnte, schrieb begeistert: „Es ist eine tolle Sache, die Sie machen.“

Großzügige Spender

Diese tolle Sache ist allerdings nur aufgrund Ihrer Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft möglich, liebe Leserinnen und Leser. Das Team von Hilfe für den Nachbarn dankt Ihnen auf das Herzlichste dafür. Die Dankbarkeit der Spendenempfängerinnen und -empfänger richtet sich an Sie!

Und die Hilfe wirkt nach, wie dieser Brief beweist: „Ich war vor Jahren durch eine Krankheit finanziell sehr schlechtgestellt. Sie haben mir damals geholfen und den Spendenantrag bewilligt! Inzwischen hat sich meine Lage geändert. Aus diesem Grund würde ich gerne wieder etwas zurückgeben, damit auch anderen Menschen in ähnlich schlechter Lage geholfen werden kann!“

Die Spendenaktionder Stuttgarter Zeitung

Hilfe für den Nachbarn

Das Spendenkonto:
IBAN DE53 6005 0101 0002 2262 22
BIC SOLADEST600
Kennwort: „Hilfe für den Nachbarn“

Bitte vermerken Sie auf der Überweisung unbedingt, ob Ihr Name veröffentlicht werden soll.