Spendenprojekt „Hilfe für den Nachbarn“ Das Unfallopfer leidet noch immer an den Folgen

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Beim Spendenprojekt „Hilfe für den Nachbarn“ geht es heute um den Fall einer Frau, die von einem Auto angefahren wurde. Der Unfall hat ihre ganze Existenz zerstört.

Infolge ihres Unfalls und der anschließenden Arbeitslosigkeit erkrankte die Frau an Depressionen. Foto: dpa
Infolge ihres Unfalls und der anschließenden Arbeitslosigkeit erkrankte die Frau an Depressionen. Foto: dpa

Stuttgart - 22 Die quietschenden Bremsen nutzten nichts mehr. Das Auto rammte Frau P., die zu Fuß unterwegs war. Die Verletzungen, die sie bei dem Unfall davon getragen hatte, veränderten ihr ganzes Leben. Lange konnte die gelernte Köchin nicht mehr arbeiten. Zuvor hatte die Frau um die fünfzig ihr knappes Einkommen stets mit Nebenjobs beim Volksfest auf dem Wasen aufgebessert. Sie lebt alleine und konnte sich so ein kleines Guthaben ansparen, das ihr über Engpässe hinweghalf. Als Frau P. nach dem Unfall wieder genesen war, kehrte sie an ihre alte Arbeitsstelle zurück. Kurze Zeit später wurde ihr gekündigt. Die Begründung seitens des Arbeitgebers machte ihr extrem zu schaffen und sie fühlte sich als Mobbingopfer.

20 Kilo mehr durch Medikamente

Die früher so unternehmungslustige Frau bekam während ihrer Arbeitslosigkeit schwere Depressionen und konnte kaum noch ihren Alltag meistern. Eine Rehabilitationsmaßnahme half ihr und heute fühlt sie sich psychisch stabiler. Durch die Einnahme von Psychopharmaka hat sie jedoch 20 Kilo zugenommen. In der Zwischenzeit hat sie eine neue Arbeitsstelle gefunden, in ihrem erlernten Beruf kann sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr tätig sein. Bei ihrer jetzigen Teilzeitanstellung ist der Verdienst so gering, dass sie aufstockend Leistungen vom Jobcenter erhält. Ihren früheren Nebenjob auf dem Wasen kann sie nach dem Unfall nicht mehr annehmen. Von ihrem früheren Finanzpolster ist nichts mehr übrig geblieben, denn sie hat es während der Arbeitslosigkeit verbraucht. Die Sportkleidung für die Reha bezahlt sie sogar noch in Raten beim Jobcenter ab.

Kühlschrank ist ein Stromfresser

Seit einem Jahr schläft sie auf dem Sofa, weil ihre alte Matratze durchgelegen ist und das Bettgestell defekt. Frau P. benötigt wegen ihres Gewichts ein Bett mit einer guten Matratze. Außerdem ist der 17 Jahre alte Kühlschrank defekt. Frau P. schaltet andere Geräte nur selten ein, damit ihre Stromrechnung geringer wird, ohne Erfolg. Der Kühlschrank ist ein Stromfresser und muss ersetzt werden. Beide Anschaffungen kann sie nicht aus eigener Kraft stemmen.

Hier geht es zur Spendenaktion „Hilfe für den Nachbarn“.

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