Sperrung A 81 Engelbergtunnel Stau überall: Verkehr quält sich auch durch Heimerdingen

Der Lastverkehr quält sich durch Heimerdingen. Foto: Simon Granville

Die Sperrung einer Röhre des Engelbergtunnels sorgt für massive Umleitungen. Wie sich Ditzingen und weitere Kommunen gegen den Ausweichverkehr wappnen.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)

Der folgenschwere Brand eines Sattelzug-Anhängers im Engelbergtunnel vorige Woche hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in den umliegenden Kommunen. Nur die Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn auf der A 81 ist offen. Die Weströhre in Fahrtrichtung Karlsruhe hingegen ist gesperrt.

 

Die Autobahn GmbH hat das Ziel, den Verkehr schnellstmöglich wieder auf die Autobahn zurückzuholen. Derzeit werden alle erforderlichen Maßnahmen ausgelotet und Überprüfungen durchgeführt. Ein Zeitraum, wann die Weströhre wieder geöffnet werden kann, ist noch nicht absehbar.

Derweil sind die verkehrlichen Auswirkungen auf die umliegenden Kommunen massiv. Ditzingen, Leonberg und Gerlingen sind mit der Autobahn GmbH und der Polizei im Austausch. Manches wurde bereits verändert: Die Ampelschaltung für den Korridor zwischen Ditzingen und Leonberg sind optimiert. „Der Umleitungsverkehr der Autobahn wird bevorzugt abgewickelt.“

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In Ditzingen wird laut der Verwaltung an der Abzweigung Siemensstraße in Richtung Leonberg ein zusätzlicher Hinweis angebracht, um den Verlauf der Bedarfsumleitung zu verdeutlichen. Dadurch sollen Fehlfahrten in Richtung Hirschlanden vermieden werden. In Heimerdingen wiederum werden an der Ortsdurchfahrt in der Hemminger Straße tagsüber Halteverbote angebracht. Dadurch soll stets ein Begegnungsverkehr zweier Lastwagen möglich sein. „Verbotenes Ausweichen über den Gehweg ist dann nicht mehr erforderlich“, heißt es in der Bekanntgabe an den Gemeinderat.

Kommen Pförtnerampeln? Komplexe Abstimmungen laufen

Man sei in Abstimmung mit dem Landratsamt Ludwigsburg, ob Pförtnerampeln in Heimerdingen errichtet werden könnten, um Dauerstau innerhalb des Ortes zu vermeiden, teilt die Verwaltung mit. Die Pförtnerampel könnten an den Ortseingängen in Heimerdingen, von Rutesheim und auch von Hirschlanden stehen. Die Gespräche hierzu laufen.

Weiterhin wird der Verkehr mittels Beschilderung an der Westrandstraße in Richtung Leonberg – und dort Richtung Autobahn – umgeleitet, um die Fahrten nach Heimerdingen zu reduzieren. Dieses Vorgehen ist mit Leonberg abgestimmt. Da Kreis- und Landesstraßen betroffen sind, seien auch andere Behörden zu beteiligen.

Nicht nur der Verkehr auf Straßen stockt: Der Bahnübergang in der Feuerbacher Straße werde verbotenerweise von Fahrzeugen zugestellt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr der Strohgäubahn. Es kommt zu Verspätungen und Einschränkungen. Darauf hat zuletzt auch der Zweckverband Strohgäubahn hingewiesen.

Auf Baustellen an Durchgangsstraßen sind Arbeitszeiten verkürzt

Darüber hinaus gibt es Veränderungen an Baustellen: Genehmigte Baustellen an Durchgangsstraßen im gesamten Stadtgebiet wurden – sofern es vom Bauablauf möglich ist – nachträglich auf Arbeiten zwischen 9 und 16 Uhr beschränkt. „Neue Baustellen werden, sofern es möglich ist, verschoben“, teilte die Verwaltung den Stadträten mit.

Zu „starkem Ausweichverkehr“ kommt es laut Stadtverwaltung insbesondere auf der Bergheimer Steige, die Weilimdorf mit dem Schloss Solitude verbindet. Die enge und kurvenreiche Strecke ist für die Vielzahl an Fahrzeugen nicht ausgelegt. Deutlich mehr Autos verzeichnet die Integrierte Verkehrsleitzentrale der Stadt Stuttgart auch auf den Bundesstraßen 10 und 27 stadteinwärts vor der Friedrichswahl. Das Ende des dadurch entstehenden Staus reiche „über den gesamten Tag fast durchgehend bis zum Dreieck Zuffenhausen, in den Spitzen auch darüber hinaus“, so ein Stadtsprecher.

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