Sperrung der Sporthalle an der PH Ludwigsburg 145 Lehrer dürfen keinen Schwimmunterricht geben

Von  

Die Sperrung der Sporthalle an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zieht einige Probleme nach sich. So haben Sportlehrer Probleme, die Schwimmunterricht geben wollen.

Die Sporthalle der Pädagogischen Hochschule darf zurzeit nicht betreten werden. Foto: factum/Granville
Die Sporthalle der Pädagogischen Hochschule darf zurzeit nicht betreten werden. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Die seit drei Wochen gesperrte Sport- und Schwimmhalle der Pädagogischen Hochschule (PH) führt zunehmend zu Problemen bei der Lehrerfortbildung. So warten 145 Pädagogen aus dem ganzen Land darauf, eine Schwimmprüfung abzulegen – ohne diese können sie keine Schulklassen mehr am Wasserbecken mehr unterrichten.

Die Sporthalle wird nicht nur durch die PH, sondern auch vom Landesinstitut für Schulsport (LIS) genutzt, das auf dem Hochschulcampus sitzt. Es ist landesweit für die Fortbildung von Lehrern zuständig. „Wir versuchen, die wichtigsten Fortbildungen in den Sporthallen der Umgebung unterzubringen“, erklärt Herbert Mayer, der Verwaltungsleiter des LIS. Allerdings seien die Hallen stark durch Vereine und Schulen belegt, so Mayer: „Daher gestaltet es sich äußerst schwierig.“ Einige Lehrgänge wurden abgesagt.

Ohne Rettungsschein dürfen Lehrer nicht zum Schwimmunterricht

Bei der Schwimmausbildung geht es um den sogenannten Nachweis der Rettungsfähigkeit der Lehrer – dass sie in Not geratene Schüler aus dem Wasser holen können. „Immer mehr Kommunen lassen Lehrer ohne Rettungsschein nicht in die Schwimmhalle“, erklärt Mayer. Für die 145 wartenden Sportlehrer könnten derzeit keine Fortbildungen angeboten werden. Denn das PH-Schwimmbecken wird erst im März wieder zur Verfügung stehen.

Das bestätigt auch Andreas Hölting, der Leiter des Amts für Vermögen und Bau in Ludwigsburg. Die Behörde verwaltet für das Land die Immobilie und hat die Sperrung im November verfügt. „Wir führen derzeit Gespräche mit einer Baufirma“, sagt Hölting. Er geht davon aus, dass die Sicherung des Dachtragwerks zeitnah begonnen werden könne. Bis Januar sollen zumindest die Sporthallen in Gebäude 3 des Hochschulcampus’ wieder benutzt werden können – das ist zumindest das Ziel.

Sporthallen könnten Januar wieder frei sein

Der Amtsleiter erläutert auch, warum es überhaupt zu der Sperrung gekommen ist. Man habe das Dachtragwerk zunächst grob und dann im Detail untersucht, die weitgespannten Träger seien durch Bohrungen und endoskopische Untersuchungen überprüft worden. „Um einen sicheren Weiterbetrieb zu gewährleisten, sind bauliche Eingriffe notwendig“, fasst Hölting die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. „Rein vorsorglich“ habe man daher untersagt, das Gebäude weiterhin zu betreten.

Das Vermögens- und Bauamt hat auch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, ob das Gebäude noch saniert werden oder besser gleich neu gebaut wird – was die Hochschule bevorzugen würde. „Die Entscheidung ist noch offen“, sagt Hölting. Das Gutachten liegt vor, Details sind dazu aber noch nicht bekannt.