Spielanalyse zum Sieg des VfB Stuttgart in Bielefeld Qualität zahlt sich aus

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Der VfB Stuttgart steht in der zweiten Liga bestens da nach dem 1:0-Sieg im Spitzenspiel bei Arminia Bielefeld. Was dabei entscheidend war, erklären wir in unserer Spielanalyse „Fünferkette“.

Hamdi Al Ghaddioui ballt die Faust – sein Tor beschert dem VfB den Sieg in Bielefeld. Foto: Baumann 13 Bilder
Hamdi Al Ghaddioui ballt die Faust – sein Tor beschert dem VfB den Sieg in Bielefeld. Foto: Baumann

Bielefeld - Zwei Fliegen mit einer Klappe: Der VfB Stuttgart hat mit dem 1:0-Sieg im Spitzenspiel bei Arminia Bielefeld nicht nur die Tabellenführung in der Zweiten Fußball-Bundesliga verteidigt, sondern zugleich den Vorsprung auf den Tabellendritten auf fünf Punkte ausgebaut. Das ist insofern signifikant, als dass zwei Mannschaften direkt aufsteigen. Das ist das erklärte Ziel der Stuttgarter, am Freitagabend im Bielefeld sind sie ihm den nächsten kleinen Schritt nähergekommen. Wie das möglich war, erklären wir in unserer Spielanalyse „Fünferkette“.

Spielidee Der VfB-Trainer Tim Walter schickte seine Mannschaft anders ins Spiel als sonst – in einer 4-3-3-Grundordnung statt seinem 4-4-2 mit Raute begegnete er dem Bielefelder 4-3-3, wobei er selbst von einem „Tannenbaum“ (4-3-2-1) sprach. Mit der Hereinnahme von Mario Gomez in der 68. Minute stellte der Coach auf die angestammte Grundordnung um. Alles in allem ging der Plan gut auf.

Spielentscheidend Es zahlte sich letztlich aus, dass die Stuttgarter bis zum Ende nicht nachließen und sogar noch zulegen konnten. Begünstigt war dies von der Überzahl nach Gelb-Rot für den Bielefelder Kapitän Fabian Klos (61.). Doch es machte sich auch bemerkbar, dass der VfB für Zweitliga-Verhältnisse eben über mächtig Qualität verfügt, was sich alleine in der Einwechslung des Ex-Nationalspielers Mario Gomez festmachen lässt. Er sorgte nach seiner Hereinnahme in der 68. Minute im gegnerischen Strafraum für viel Betrieb und hatte so seinen Anteil am späten Triumph, wenngleich ihm ein Treffer verwehrt blieb.

Spielentscheider Es ist gleich ein Trio, das sich die Meriten teilen darf: Marc Oliver Kempf, Philipp Förster und Hamad Al Ghaddioui. Kempf spielte den öffnenden Pass vor dem Siegtor. Förster behielt in der Hektik der Nachspielzeit den Überblick und schob quer statt zu schießen. Und Al Ghaddioui vollendete im besten Torjägerstil mit seinem vierten Pflichtspieltreffer dieser Saison.

Wortspiel „Es sind fast immer die schönsten Siege, wenn du so spät noch erfolgreich bist“, sagte VfB-Kapitän Kempf.

Spielplan Weiter geht es für die Stuttgarter mit zwei Heimspielen – vor und nach einer Länderspielpause. Am nächsten Freitag (18.30 Uhr) empfangen sie zu Hause den Abstiegskandidaten SV Wehen Wiesbaden, am 20. Oktober gastiert dann Walters Ex-Club Holstein Kiel in der Mercedes-Benz-Arena.

In unserer Bildergalerie haben wir die schönsten Fotos zum Spiel für Sie zusammengestellt.