Auf dem Arsenalplatz gibt es nun ein erweitertes Sportangebot – getestet von OB Matthias Knecht. Foto: Kächele
Die Stadt Ludwigsburg stellt zwei Spieleboxen auf. Künftig können Nutzer kostenlos Spiele ausleihen – und eine Ballsportart ausprobieren, die in den USA bereits ein Trend ist.
Der Medienrummel um ihn herum verrät, dass sich Oberbürgermeister Matthias Knecht nicht einfach mitten an einem Dienstag auf dem Arsenalplatz vergnügt. Mit einem Schläger in der Hand schlägt er einen Plastikball mit viel Schwung seinen Gegnern vor die Füße. Der Pickleball-Platz ist Teil des neuen Sportangebots, das den Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburgern ab sofort zur Verfügung steht. „Der Arsenalplatz entwickelt sich immer mehr zu einem lebendigen Treffpunkt“, sagt der Oberbürgermeister.
2024 sei er in der amerikanischen Partnerstadt St. Charles gewesen – dort, wo Pickleball eine Volkssportart ist. Pickleball ist eine Mischung aus Tennis, Tischtennis und Badminton, bei der zwei oder vier Spieler mit Schlägern einen gelochten Plastikball über ein niedriges Netz schlagen. Alles, was es dafür braucht, liegt im Café Kleiner Prinz und kann daher nur ausgeliehen werden, wenn der Gastro-Pavillon geöffnet hat.
In jeder Box liegen sechs Spiele bereit. Foto: Kächele
Kostenlos Spiele ausleihen
Zusätzlich stehen zwei Spieleboxen bereit, die mit einer App kostenlos freigeschaltet werden und jeweils sechs unterschiedliche Spiele beinhalten: unter anderem Wikingerschach, Spikeball, Boccia und eine Indiaca. Die Abteilung Sport und Gesundheit hat sich im Vorfeld mit jungen Menschen unterhalten – herausgekommen ist eine Zusammenstellung aus Spielen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die immer wieder wechselt.
QR-Code scannen, App herunterladen, Fach öffnen – die Nutzung der Spielebox ist kostenlos, erfordert aber ein Smartphone. Foto: Kächele
Nutzerinnen und Nutzer müssen sich dafür eine App herunterladen und die Mail-Adresse angeben. Eine Anleitung für die Nutzung der Boxen hängt vor Ort aus. Bei der unteren Box, die direkt an den Tischplatten steht, liegen auch die Tischtennisschläger bereit. „Wer einen Wunsch hat, welches Spiel noch fehlt, kann uns gerne an sport@ludwigsburg.de schreiben“, sagt Lea Wilde vom Fachbereich Sport.
„Vertrauensvorschuss der Stadt“
Die zwei Boxen haben inklusive Aufstellung 10.000 Euro gekostet und wurden schon im vergangenen Jahr angeschafft. Laut Wilde ein Glück: Dieses Jahr könnte man sie aufgrund der Haushaltssperre nicht finanzieren. Auch mittelfristig ist kein Geld da, um die Geräte regelmäßig auszutauschen: „Wenn in vier Wochen keine Spiele mehr da sind, weiß ich nicht, ob wir das ersetzen können“, sagt Wilde.
Sicherstellen, dass die Spiele nach der Nutzung auch wieder in den Schrank gelegt werden, kann die Stadt nicht. „Das ist ein Vertrauensvorschuss, wir glauben an die Ludwigsburger, dass die Spiele nicht beschädigt und zurückgegeben werden“, sagt Knecht.