Spielen, bewegen und lernen in der Wilhelma Die 7 schönsten Hotspots für Kinder

Der neue asiatische Schaubauernhof begeistert große und kleine Besucher gleichermaßen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der zoologisch-botanische Garten ist für Groß und Klein ein Anziehungspunkt. Es gibt ein paar Bereiche, die besonders beliebt sind. Wir stellen sie vor.

Lokales: Iris Frey (if)

Tiere bürsten, turnen und klettern – das und noch viel mehr kann man in der Wilhelma erleben. Neben neuen Attraktionen wie dem asiatischen Schaubauernhof und der Terra Australis gibt es im zoologisch-botanischen Garten noch weitere Anlaufpunkte für Familien mit Kindern, an denen man spielend lernen, sich bewegen und Neues erleben kann. Allein zehn über das Gelände verteilte Spielstationen animieren die Kleinen, sich immer wieder mit den Tieren zu befassen, die sie in den Gehegen in der Nähe beobachten können. Dafür wurden teils neue Turnareale gebaut, teils wurden die vorhandenen Spielgeräte und -plätze in das Konzept der Kinderturn-Welt integriert. In der Wilhelma können Kinder nicht nur Tieren begegnen und etwas über sie lernen, sondern sich auch auf spielerisch-sportliche Weise selbst wie ein Tier fühlen, indem sie deren Bewegungen nachahmen: wie Affen hangeln, wie Nandus rennen oder wie Kängurus hüpfen. Möglich machen das die Bewegungsareale der Kinderturn-Welt, die mit der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg konzipiert und realisiert wurden.

 

Turnen an der Australienwelt

Der Spielplatz an der Terra Australis. /artismedia GmbH / Olaf Kühl

Die neue Terra Australis mit ihren elf australischen Tierarten und vielen landestypischen Pflanzen ist eine Attraktion – auch für Kinder. Weil nicht alle gleichzeitig in das aufwendig umgebaute ehemalige Menschenaffenhaus gehen können, entstehen immer wieder Warteschlangen. Das ist jedoch kein Problem: Im oberen Bereich am Ausgang der Terra Australis gibt es eine Aktionsmöglichkeit für die Kids, bevor sie dann ausgetobt in Ruhe die vier Koalas bewundern können, die auf den Bäumen sitzen und Eukalyptus fressen oder sich ausruhen.

Koalas hautnah beobachten

Die Koalas faszinieren. Foto: Wilhelma Stuttgart

Der Besuch der im Juli eröffneten Terra Australis zählt aktuell zu den absoluten Höhepunkten. Denn wer kann schon „Down Under“ so nah vor der Haustür erleben? Und die knuddeligen Koalas sind absolute Anziehungspunkte. Mit ihren flauschigen Ohren und ihren dunklen Knopfaugen erobern sie die Herzen von Groß und Klein im Nu. Die vier Koalas, die derzeit in der neuen Australienwelt leben, heißen Scarborough, Auburn, Navy und Aero. Wer ganz viel Glück hat, trifft eines der Tiere in den Außenanlagen ohne Glasscheibe dazwischen. Da werden schnell die Kameras gezückt. In ihrer Heimat Australien sind die Tiere vom Aussterben bedroht, deshalb möchte die Wilhelma hier Nachwuchs züchten. Sie hat auch für das Futter vorgesorgt: den Eukalyptus.

Die Wilhelma selbst hat in den vergangenen zehn Jahren 100 Eukalyptusbäume für die Koalas gezüchtet, um neben den Lieferungen aus Leipzig eigenes Futter für die Koalas zu haben. Und wer in die Nachtbereiche geht mit den Kindern, sollte sich Zeit lassen und sie auf die Dunkelheit vorbereiten: Da die Tiere hier in der gleichen Zeit wie in Australien leben, sind sie aktiv und können beobachtet werden.

Klettern bei Gorillas

Klettermöglichkeiten im Grünen. /artismedia GmbH/Olaf Kühl

Wenn Kinder sich bewegen möchten, finden sie in der Wilhelma etliche Klettermöglichkeiten, meist unweit der Gehege, also nicht zu verfehlen. Der Hauptspielplatz zum Thema Regenwald mit seinen 1000 Quadratmetern Spielfläche befindet sich vor dem Amazonienhaus. Er ist, wie andere Spielplätze auch, von hohen Büschen und Bäumen umgeben. In einem Heckenlabyrinth aus Bambus lernen die Kinder, wie schwer es ist, sich im Dschungel zu orientieren. Eine große Holzkonstruktion nutzt Elemente des Regenwaldes wie Stege, Seile, Brücken, Rampen und eine Baumhütte, um zum Klettern, Balancieren und Rutschen zu ermuntern. Mit Bezug auf den Amazonas-Strom gibt es einen Wasserbereich zum Experimentieren.

Wissenswertes vor jedem Spielplatz

Hüpfen wie ein Känguru. Foto: Iris Frey

Toben und Lernen: An jedem Spielplatz in der Wilhelma gibt es Informationstafeln mit Wissenswertem für Groß und Klein. Darauf stellen sich Tiger, Kängurus, Gorillas, Bären und sechs weitere Tierarten vor, vertreten durch je ein „sprechendes“ Comic-Tier. Sie erzählen von sich, ihrer Heimat, ihren Stärken und typischen Bewegungsweisen und fordern dann die Kinder auf, sie nachzuahmen. Der Clou: die lebenden Vorbilder finden sich zumeist in den angrenzenden Gehegen. Dort können die Kinder die Tiere beobachten und ihnen dann nacheifern. Spielen, Toben und Lernen werden eins.

Tierisches Vergnügen bei den Seelöwen

Beobachten, wie Seelöwen tauchen. Foto: Iris Frey

Nass und spritzig geht es meist bei den Seelöwen zu. Nicht nur, wenn sie von den Felsen ins Wasser springen. Ganz besonders spannend wird es, wenn sie gefüttert werden. Diese Show ist bei Groß und Klein äußerst beliebt. Wann sieht man schon mal diese großen Tiere springen? Und wenn sie genug gefressen haben, kann es schon mal sein, dass sie sich unter dem Sonnensegel ruhig hinlegen. Auch da können sie gut beobachtet werden. Die Seelöwen werden übrigens ganzjährig täglich außer donnerstags jeweils um 11 und um 15 Uhr gefüttert. Also nicht verpassen.

Vierbeiner streicheln

Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Besuch auf dem Bauernhof ist für viele Kinder ein echtes Highlight. Hier leben neugierige Zwergziegen, weiche Kamerunschafe und robuste Shetlandponys, die sich auf Streicheleinheiten der kleinen Wilhelma-Gäste freuen. Besonders im Frühjahr herrscht hier ein buntes Treiben, wenn zahlreiche Zicklein und Lämmer herumtoben. Wenn sie Ruhe brauchen, können sie sich in ihre Ställe zurückziehen. Es gibt zudem Hauskaninchen, Meerschweinchen und heimische Haustierrassen, die zum Teil vom Aussterben bedroht sind wie die Limpurger Rinder und die aus Baden stammenden Sundheimer Hühner.

Die Dickhäuter beobachten

Zu Besuch bei den Elefanten. Foto: Iris Frey

Sie gehören mit zu den größten Tieren der Wilhelma und sind zudem das Wappentier und Leitsymbol der Wilhelma: die Elefanten. Überall, wo Schilder den Weg zur Wilhelma weisen, sind sie zu finden. Eine besondere Attraktion ist es, die Riesen planschen zu sehen, oder wenn sie geduscht werden. Manche Besucher mit Kindern kommen extra zu diesen Zeiten zur Elefantenanlage, etwa am frühen Abend gegen 18 Uhr. Die Erwachsenen indes hoffen, dass bald die neue Elefantenanlage gebaut werden kann, die nördlich des Asiatischen Schaubauernhofs vorgesehen ist.

Tiere bürsten und pflegen

Bei den Hängebauchschweinen Foto: Max Kovalenko

Noch mehr Tiere gibt es seit Neuestem auf dem Asiatischen Schaubauernhof. Hier können Groß und Klein nicht nur sehen und erleben, wie gerade Reis wächst oder auch Tee, sondern auch Tiere direkt besuchen, wie etwa die Hängebauchschweine. Sie können auch gebürstet werden. Außerdem gibt es ein kleines Restaurant mit asiatischem Angebot, das als Erholungspunkt beliebt ist bei Familien.

Im asiatischen Schaubauernhof sind Kaschmirziegen, Romanovschafe und sieben Vietnamesische Hängebauchschweine sowie die Hühnerrasse Ayam-Cemani, die ursprünglich aus Indonesien kommt.

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