Sponsorenlauf an der Ebersbacher Raichberg-Realschule Sie joggen und sprinten für Braunsbach

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Beim Sponsorenlauf an der Ebersbacher Raichberg-Realschule drehen 350 Jungs und Mädchen ihre Runden. Sie joggen und sprinten, um den Hochwasseropfern in Braunsbach finanziell unter die Arme greifen zu können.

Sportklamotten an, und ab durch die Halle: für die Hochwasseropfer in Braunsbach sind an der Ebersbacher Raichberg-Realschule rund 4000 Euro erlaufen worden. Foto: Horst Rudel
Sportklamotten an, und ab durch die Halle: für die Hochwasseropfer in Braunsbach sind an der Ebersbacher Raichberg-Realschule rund 4000 Euro erlaufen worden. Foto: Horst Rudel

Ebersbach - Hulya Morina gibt ihren Umschlag am Organisationsstand ab. Sechs Euro „Startgeld“ stecken schon mal drin und für jede Runde, die sie abspulen wird, kommt ein weiterer Euro hinzu. Zwei Tanten konnte die Fünftklässlerin als Sponsorinnen gewinnen, die mit dafür sorgen, dass der Spendentopf reichlich gefüllt wird. 350 Jungen und Mädchen der Ebersbacher Raichberg-Realschule tun es Hulya gleich und treten am Donnerstagvormittag unter dem Motto „#bei uns läuft’s für Braunsbach“ zum Sponsorenlauf an.

Wegen des wechselhaften Wetters wurde die Benefizveranstaltung vom Schulsportplatz kurzerhand in die Schulsporthalle verlegt, was der Begeisterung indes keinen Abbruch tat. Gehend oder joggend, rennend oder sprintend drehten die Teenager ihre Runden, um sich nach jeder ein Gummibändchen abzuholen, damit am Ende addiert werden konnte, wie viel Geld an die Hochwasseropfer von Braunsbach überwiesen werden kann. Letzten Endes kamen rund 4000 Euro zusammen, die durch eine Tombola beim Schulfest und den Inhalt einer Spendenbox sicher noch um einiges aufgestockt wird.

Drei Fünftklässler haben die Aktion initiiert

Initiiert worden ist der Sponsorenlauf von Felix Schall, Theo Pfeifer und Tristan Koppenhöfer, die allesamt in der Klasse 5 b sind. Die Jungs hatten in den Nachrichten von der Katastrophe gehört und wendeten sich an ihre Klassenlehrerin Jennifer Nebel mit dem Vorschlag, einen solchen Lauf zu organisieren. „Ich hatte auf Youtube gesehen, dass da so Läufe gemacht werden, um Geld zu sammeln“, sagt Felix Schall. „Die Leute, die dort so große Schäden wegen dem Wasser hatten, haben uns einfach leid getan“, ergänzt Theo Pfeifer. „Und dann haben wir das halt gemacht, weil unserer Lehrerin das auch gut fand“, fügt Tristan Koppenhöfer hinzu.

Zunächst galt es, bei den Mitschülerinnen und Mitschülern Werbung zu machen und diese für die individuelle Sponsorensuche und natürlich für den Lauf zu animieren. Außerdem mussten die Laufkarten gestaltet, angefertigt und gedruckt werden. Dann galt es, einen Terminplan für die Klassen aufzustellen und die technischen Abläufe zu regeln. Letztlich wurde sogar noch ein Treuhandkonto für die eingehenden Spenden eingerichtet.

Jennifer Nebel stand dem Organisationsteam mit Rat und Tat zur Seite, „weil ich die gute Sache unterstützen wollte und es einfach toll fand, dass Elf- und Zwölfjährige auf so eine Idee kommen“. Dass letztlich die gesamte Schule mitgezogen habe, sei ein deutlicher Beleg dafür, dass sie diese Ansicht nicht exklusiv habe, fügt sie noch hinzu, ehe sie sich wieder um die an diesem Vormittag wichtigen Dinge kümmert: Weitere Laufkarten müssen ausgeteilt und die ersten fertig ausgefüllten in den Computer eingegeben werden. Einige Umschläge liegen auch schon wieder auf dem Tisch, den Hulya Morina in diesem Moment passiert. Die Hände gehen nach oben, sechs Runden für Braunsbach hat sie schon absolviert. Schluss ist aber noch lange nicht.




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