Spontane Hocketse in Vaihingen Bürgerbiergarten am Bahnhof

Einige Vaihinger sind dem Aufruf der VK 21 gefolgt und sind gemütlich im Biergarten zusammengesessen. Foto: z/Guntram Gerst
Einige Vaihinger sind dem Aufruf der VK 21 gefolgt und sind gemütlich im Biergarten zusammengesessen. Foto: z/Guntram Gerst

Die Vaihinger für den Kopfbahnhof haben sich spontan auf dem Aurelis-Gelände getroffen um deutlich zu machen, dass sie gegen die Pläne der ehemaligen Bahntochter sind.

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Stuttgart-Vaihingen - Sie wollten ein Zeichen setzten. Einmal mehr haben sich die Vaihinger für den Kopfbahnhof (VK 21) etwas einfallen lassen, um deutlich zu machen, dass sie gegen die Pläne der ehemaligen Bahntochter Aurelis auf dem Areal östlich des Vaihinger Bahnhofs sind. Man wolle die Volksvertreter daran erinnern, was man aus diesem Gelände machen könnte, wenn man bürgerfreundlich statt investorengesteuert vorginge, sagte Christoph Houtman. Er ist bei den VK 21 für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Gerhard Wick, der für SÖS/Die Linke im Bezirksbeirat sitzt, erinnerte in diesem Zusammenhang auch an eines der Wahlplakate des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn mit dem Slogan „Für Stuttgart bauen – nicht für Investoren“. Die Bürger bräuchten keine weiteren Bürokomplexe, sondern Grünflächen und eine lockere Bebauung, beispielsweise eine Kindertagesstätte oder eben einen Biergarten, so die Meinung der Vaihinger für den Kopfbahnhof.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen haben sie daher am Freitagnachmittag spontan unter der Überschrift „Biergarten statt Beton“ eine Hocketse unmittelbar neben den Bahngleisen auf dem Aurelis-Areal organisiert. Am Busbahnhof Vaihingen-Ost hatten sie zudem ein Plakat aufgehängt, das auf den temporären Biergarten hinwies.

„Immer zur vollen Stunde holen wir die Leute am Bahnhof auch ab“, sagte Reinhard König. Bereits gegen 16 Uhr hatten sich so knapp 30 Männer und Frauen eingefunden um bei Bier, antialkoholischen Getränken, Brezeln und Hefezopf gemütlich beisammen zu sitzen – nicht wissend, ob sie im Laufe des Nachmittags noch des Platzes verwiesen würden. Denn legal hielt sich die Gruppe freilich nicht auf dem Areal auf. „Ein Biergarten fehlt in Vaihingen“, sagte Cornelia Geeve. Er würde schon allein wegen der einstigen Brauerei Leicht gut zu Vaihingen passen. Und: er stehe für Lebensqualität und Aufenthaltsqualität.




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