Sport in Hedelfingen Ersatz für marode Trainingshallen
In den Oberen Neckarvororten werden bald etliche Sporthallen saniert. Dann werden die Trainingsmöglichkeiten knapp. Eine Kaltlufthalle auf der Wiese der Dürrbachklause soll Ersatz schaffen.
In den Oberen Neckarvororten werden bald etliche Sporthallen saniert. Dann werden die Trainingsmöglichkeiten knapp. Eine Kaltlufthalle auf der Wiese der Dürrbachklause soll Ersatz schaffen.
Die Sportvereine in den Oberen Neckarvororten blicken mit Sorgen in die Zukunft. Etliche Turn- und Sporthallen werden in den kommenden Jahren saniert oder sogar abgerissen. Dass dann die Trainings-, Schulsport- und Wettkampfmöglichkeiten extrem eingeschränkt werden müssen, ist vorhersehbar. Vorübergehend müssen Alternativen geschaffen werden, fordern die Vereine. Die Hedelfinger schlagen vor, eine Kaltlufthalle auf der Wiese vor der SKS-Vereinsgaststätte im Dürrbachtal zu errichten.
Die Liste der sanierungsbedürftigen Trainingsmöglichkeiten in den Oberen Neckarvororten ist lang: Bereits Ende kommenden Jahres soll die alte Turn- und Versammlungshalle in der Hedelfinger Straße abgerissen und danach mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle inklusive Bücherei begonnen werden. Die Machbarkeitsstudie dazu liegt seit Mitte August vor. Planungsrechtlich steht dem Projekt laut Oberbürgermeister Frank Nopper nichts im Weg. Im gleichen Zeitraum ist allerdings bisher die Sanierung der Wangener Flatowhalle geplant. Zudem muss die dreiteilbare Sporthalle im Lindenschulviertel aufwendig erneuert werden. Das Sportamt hat dies im Zeitraum 2024 bis 2026 vorgesehen.
Außerdem müssen die Vereine den zeitweisen Wegfall weiterer Trainingsmöglichkeiten verkraften: Sowohl die Sporthalle am Steinenberg als auch die Mehrzweckhalle an der Tiefenbachschule werden wegen dringender Sanierungsarbeiten etliche Monate gesperrt sein. Das würde bedeuten: Von Ende 2023 bis 2026 können fünf Hallen fast zeitgleich nicht genutzt werden. „Es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten. Für Schul- und Vereinssport sind Engpässe vorprogrammiert“, sagt Hedelfingens Bezirksvorsteher Kai Freier.
In einem fraktionsübergreifenden Antrag bieten die Bezirksbeiräte der Stadtverwaltung eine günstige Lösung an: den Aufbau einer Kaltlufthalle. Etliche Kommunen sind damit gut über die Interimszeit gekommen. Das Modell in Esslingen kann als Vorbild dienen. Das kostengünstige Provisorium ist im Prinzip ein Dach über einem etwa 30 mal 15 Meter großen Spielfeld, das die unter freiem Himmel trainierenden Sportler vor den Widrigkeiten des Wetters schützt. Während in anderen Stadtbezirken der Platz für solch eine Halle fehlt, schlagen die Hedelfinger die Spielwiese vor dem Vereinsheim der Sportkultur Stuttgart im Dürrbachtal als geeigneten Standort vor. „Der Standort liegt zentral, ist von weiten Teilen des Stadtbezirks fußläufig zu erreichen, Busse halten direkt davor, und es gibt Parkplätze“, werben die Bezirksbeiräte für eine rasche Entscheidung. Die Vereine und Schulen wollen Planungssicherheiten.