Sport mit Kindern in Coronazeiten Ein Anfang – mal wieder

Wolfgang Liedtke, der Leiter der Kindersportschule des SV Fellbach, freut sich, dass er wieder in kleinen Gruppen mit Kindern Sport ausüben darf. Foto: Susanne Degel
Wolfgang Liedtke, der Leiter der Kindersportschule des SV Fellbach, freut sich, dass er wieder in kleinen Gruppen mit Kindern Sport ausüben darf. Foto: Susanne Degel

Dank der neuesten Corona-Verordnung dürfen Kinder bis 13 Jahre wieder in Gruppen von bis zu fünf Teilnehmern kontaktlosen Sport im Freien treiben. Die jeweiligen Übungsleiter müssen allerdings einen negativen Coronatest vorweisen.

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Fellbach/Kernen - Es war eine Überraschung, mit der nicht viele gerechnet hatten und die durchaus zu kleinen Freudentänzen geführt hat. Denn in der neuesten Corona-Verordnung der Bundes- und Landesregierung heißt es, dass Kinder bis einschließlich 13 Jahre bei einer Inzidenz von mehr als 100 in Gruppen von bis zu fünf Teilnehmern wieder gemeinsam Sport im Freien treiben dürfen. Kontaktlos zwar und unter Einhaltung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln, aber immerhin: Es ist (wieder) ein Anfang.

Beim TSV Schmiden haben die Leichtathleten, die Fußballer und Handballer, die Wettkampfgymnastinnen, die Kiss, die Volleyballer (auf der Beach-Anlage) sowie die Fight-Academy und diverse Selbstverteidigungsgruppen (auf dem Parkplatz vor dem Sportforum) bei der Abteilungskoordinatorin Janina Geiger Bedarf an Trainingszeiten angemeldet. „Die meisten haben mit dem Training schon begonnen“, sagt Janina Geiger. Dies auch, weil die Verantwortlichen bei der Stadt Fellbach das Üben auf den städtischen Anlagen ohne Weiteres genehmigt haben. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Bürgern in diesen Zeiten etwas Gutes zu tun“, heißt es dazu aus dem Amt für Familie, Jugend, Bildung und Sport. Und auch, dass man alles ermögliche, was möglich sei respektive was die Corona-Verordnung zulässt. So können auf dem Kunstrasenplatz am Nurmiweg zwei Fünfer-Gruppen, im Stadion sogar vier Fünfer-Gruppen gleichzeitig trainieren. Kinder, die bereits ihren 14. Geburtstag gefeiert haben, dürfen in Zweier-Gruppen Sport treiben.

Die Übungsleiter müssen einen negativen Coronatest vorweisen

Neu im Vergleich mit früheren Lockerungen bezüglich Sport mit Kindern ist, dass die Übungsleiter der Fünfer-Gruppen vor dem Training einen negativen Coronatest vorweisen müssen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Bei den Zweier-Gruppen ist dies nicht erforderlich. Selbsttests sind allerdings nicht erlaubt. Beim TSV nutzen die Trainer die Möglichkeit, sich in den Testzentren in Schmiden und Oeffingen zu testen. „Da die meisten ohnehin nur einmal in der Woche mit der Gruppe trainieren, funktioniert das gut“, sagt Janina Geiger. Vollständig Geimpfte und ehemals Infizierte müssen sich nicht testen lassen, sondern nur ein entsprechendes Formular ausfüllen.

Dass sich die Übungsleiter auch tatsächlich an offizieller Stelle testen lassen und eine Anwesenheitsliste für die einzelnen Trainingsstunden führen, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Abteilungsleiter. Zwar überprüfen die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes nicht jeden Testnachweis, dass dies stichprobenartig geschehen kann, sei aber durchaus möglich, heißt es aus dem Rathaus.

Die Nachwuchshandballer des SVF trainieren jetzt immer samstags

Auch beim SV Fellbach wird wieder trainiert. Außer im Max-Graser-Stadion und auf dem angrenzenden Kunstrasen hat die Stadt auch das Außengelände bei der Zeppelinhalle sowie den Platz zwischen den Gäuäckerhallen für das Training freigegeben. Letzteres haben außer der Kindersportschule auch die Handballer gebucht. Jeden Samstag findet dort von 10 bis 18 Uhr das Jugend-Outdoor-Training statt. „Hoffentlich spielt das Wetter mit“, sagt der Abteilungsleiter Dieter Pfeil, der die Spieler der ersten Mannschaft samt Spielertrainer Andreas Blodig als Anleiter für die Übungseinheiten gewinnen konnte. „Die Jungs haben eine Vorbildfunktion und waren gleich einverstanden, mit unseren Jüngsten zu trainieren“, sagt der Abteilungschef. Und die Kinder würden sich jetzt „wie Bolle freuen“, dass sie von Spielern aus der Baden-Württemberg-Oberliga angeleitet werden. Testen lassen werden sich die Spieler der ersten Mannschaft im Testzentrum beim Rathaus. Auch der Basketball-Nachwuchs des SVF will in Kürze loslegen – auf dem Tartanplatz beim Friedrich-Schiller-Gymnasium. Die Anfrage liegt der Stadt vor.

In Stetten warten die Fußballer und Handballer noch ab

Beim TV Oeffingen stehen die Nachwuchskicker bereits in den Startlöchern, außerdem wollen die Volleyballer auf dem Beachplatz trainieren. Bei der Spvgg Rommelshausen nehmen die Fußballer und Leichtathleten das Training auf, die Turner wollen erst dann ins Stadion zurückkehren, wenn die Schulen und Kitas wieder öffnen. In der Fußballabteilung des TV Stetten hat man sich entschlossen, so lange mit dem Jugendtraining zu warten, bis die Inzidenz unter 100 ist. „Dann können wir wieder was für alle anbieten“, sagt der Jugendleiter Wolfgang Poft. Auch die Handballer warten noch. „Als wir das letzte Mal angefangen haben, war nach zwei Wochen wieder alles dicht“, sagt der Jugendleiter Stefan Schoch.




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