Sporthalle in Wangen Neues Sportvereinszentrum in der Kesselstraße

So soll das SKS-Sportvereinszentrum an der Kesselstraße aussehen Foto:  

Die Sportkultur Stuttgart wird ein Sportvereinszentrum in der Kesselstraße bauen. Zusätzlich sucht die Stadt einen Standort für eine Sporthalle in Modulbauweise, die als Interimslösung dient.

Bereits heute findet sich fast keine Lücke im Belegungsplan der Turn- und Sporthallen in den Oberen Neckarvororten. Wenn eine Halle wegen technischer Störung, Instandhaltungsmaßnahmen oder anderer Probleme ausfällt, haben Schulen und Vereine Probleme Ausweichmöglichkeiten zu finden. Es ist absehbar, dass sich die Situation verschärfen wird: Der Abriss der maroden Turn- und Versammlungshalle in Hedelfingen, die Sanierung der Turnhalle an der Tiefenbachschule in Rohracker sowie die Modernisierung der Lindenschulsporthalle in Untertürkheim sind in den kommenden fünf Jahren bereits fest eingeplant.

 

Neubau für 6,8 Millionen Euro geplant

Den Wangener und Hedelfinger Bezirksbeiräten war klar: Die Stadt muss eine Interimslösung finden und langfristig – das hatte eine Studie gezeigt – die Sporthallenkapazität ausbauen. Ein erster Mosaikstein könnte das neue Sportvereinszentrum der Sportkultur Stuttgart (SKS) werden. Der Großverein, der vor zwölf Jahren durch die Fusion der Vereine in Wangen, Hedelfingen und Rohracker sowie 2015 des SV Obertürkheim entstanden ist, hat Mitte Januar seine Mitglieder über das Neubauvorhaben informiert. Auf dem Vereinsgelände in der Kesselstraße – zwischen Wangen und Hedelfingen gelegen – soll das zeitgemäße, rund 6,8 Millionen Euro teure Sportvereinszentrum entstehen. Auf der Internetseite hat der Verein erste Entwürfe der Architekten veröffentlicht.

Altes Vereins bleibt bestehen

Das bisherige Vereinsheim mit der Gaststätte bleibt bestehen. Das neue Zentrum soll gegenüber, entlang der Hedelfinger Straße, errichtet werden. „Wir werden aber auf das DFB-Minispielfeld verzichten müssen. Dafür erhalten wir andere Möglichkeiten im neuen Zentrum“, sagt SKS-Vorsitzender Ulrich Strobel. In dem Neubau finden Kurs- und Bewegungsräume Platz, die SKS-Geschäftsstelle erhält endlich adäquate Arbeitsmöglichkeiten und die Verwaltung zeitgemäße Büros. Ein Bereich ist für das immer wichtiger werdende Thema Gesundheit, Entspannung und Fitness – inklusive Sauna – reserviert und auf dem Dachgeschoss hat es Platz für eine Freilufthalle.

Irritation um Freilufthalle

Um letztere gab es etwas Wirbel. Die Stadt hat 600 000 Euro für eine Ausweichlösung während der Bauzeit der Hedelfinger Turn- und Versammlungshalle bereitgestellt. Die Hedelfinger hoffen, dass die Kaltlufthalle auf dem Platz an der Dürrbachklause aufgebaut wird. Die SKS hat das Geld für ihren Neubau eingeplant.

Vergangene Woche tauschten sich Vertreter des Sport- und Schulverwaltungsamts, der SKS und des Bezirksbeirats über die Situation aus. „Es ist klar geworden, dass eine Kaltlufthalle ohne Umkleide- und Sanitärbereiche keine Lösung für den Schul- oder Vereinssport ist“, sagt Hedelfingens Bezirksvorsteher Kai Freier. Die Stadt wolle deswegen nach einem Standort für eine zweigeteilte Modulsporthalle als qualifizierten Ersatz in den Oberen Neckarovororten suchen. Beim Vergleich der Standorte werde die Anlage in der Rohrackerstraße einbezogen.

Hoffen auf schnelle Baugenehmigung

Die SKS-Verantwortlichen werden noch im Januar den Bauantrag für das Sportvereinszentrum einreichen. „Da keine Bäume gefällt werden müssen, sind wir optimistisch, dass wir bald die Genehmigung erhalten, und der Neubau Ende 2024 eingeweiht werden kann“, sagt Strobel. Sowohl die Freilufthalle als auch die Turnhalle im bestehenden Vereinsheim würde die SKS den Vereinen und Schulen zur Verfügung stellen.

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