Sportkombi Ein Kombi für Coupé-isten

Von Annett Boblenz 

Ab diesem Wochenende steht der neue CLA Shooting Brake von Mercedes-Benz bei den Händlern. Mit Technik der A-Klasse buhlt der Neue um designbewusste Käufer, die mehr Platz im Kofferraum benötigen.

Das fünfte und letzte Derivat der A-Klasse: der CLA Shooting Brake. Foto: Hersteller
Das fünfte und letzte Derivat der A-Klasse: der CLA Shooting Brake. Foto: Hersteller

An diesem Wochenende rollt das jüngste und letzte Derivat der A-Klasse, der neue Mercedes CLA Shooting Brake, zu den Händlern. Und keine Frage, der Neue macht eine gute Figur. Sportlich und dabei doch sehr elegant kommt der Sportkombi auf ­Basis der Coupé-Limousine CLA daher. Als klassischen Kombi sieht man den Shooting Brake zwar nicht bei Mercedes. Oder nur ein bisschen? Jedenfalls will Mercedes das Auto auch den Flottenbetreibern als Firmenwagen schmackhaft machen. Denn Coupés und deren Ableger sind bei denen oft verpönt. Egal wie, die echten Qualitäten des Shooting Brake stecken im Heck. Dort, wo der normale CLA und vor allem die viel kürzere A-Klasse zwickt und zwackt. Dabei ist sein Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 495 Litern nur 25 Liter größer als der des viertürigen CLA Coupés. Mit dem Cargo-Paket (plus 380 Euro) lassen sich aber die Rücklehnen steiler stellen, was nochmals 100 Liter im edel mit Teppich ausgelegten Gepäckabteil bringt. Das reicht noch nicht? Dann heißt es die hinteren Lehnen umklappen. Dann packt der Shooting Brake 1354 Liter. Wer auf der Rückbank Platz nehmen muss, braucht sich nicht verschämt hineinzuzwängen. Die neue Dachlinie und der damit einhergehende große Türausschnitt sorgen für einen bequemen Zugang.


Der CLA Shooting Brake ist nicht wirklich ein Auto für vier

Auch große Mitfahrer haben Luft nach oben: vier Zentimeter mehr Kopffreiheit sind schon ein Wort. Trotzdem ist der CLA Shooting Brake nicht wirklich ein Auto für vier. Füße und Beine auf den hinteren Plätzen haben zwar mehr Platz als in der A-Klasse, aber eben nicht so viel wie in der nur unwesentlich längeren C-Klasse. Gut aushalten lässt es sich dagegen auf den vorderen Plätzen. Flankiert wird das Cockpit von einem serienmäßigen, sieben Zoll großen und frei stehenden Display. Die ebenfalls serienmäßigen Sportsitze unterstreichen den sportlichen Anspruch und laden zu Spritztouren ein. Vergisst der Fahrer dann möglicherweise beim Fahren, dass er in einem Kompakt- und keinem Sportwagen sitzt, kann er sich auf die serienmäßig verbauten Assistenzsysteme verlassen. Immer an Bord sind der Aufmerksamkeit-Assistent und der Kollisionswarner. 'Er kann im Notfall auch autonom bremsen', betont Jochen Eck, Entwicklung Kompaktfahrzeuge. An den Start geht der Fronttriebler in drei Benzinvarianten (122 bis 211 PS) und mit zwei Dieselaggregaten (136/177 PS). Den stärksten Benziner mit 211 PS gibt es auch als Allrad-Variante 4Matic. Serienmäßig eint alle die Ausstattung mit der ECO Start-Stopp-Funktion, alle erfüllen die Abgasnorm Euro 6. Getoppt werden die Modelle vom CLA 45 AMG 4Matic Shooting Brake, dem vierten Kompaktmodell der Sportwagen-Marke. Hier arbeitet ein 2,0-Liter-Turbo mit 360 PS unter der Haube. Er sorgt für einen rasanten Sprint: von 0 auf 100 km/h braucht es nur 4,7 Sekunden.