Sports Illustrated Drei Cover der Bademoden-Ausgabe schreiben Geschichte

Das Transgender-Model Leyna Bloom ist momentan auf einem von drei Covern der Bademoden-Ausgabe von Sports Illustrated zu sehen. Foto: imago images / PA Images/Doug Peters
Das Transgender-Model Leyna Bloom ist momentan auf einem von drei Covern der Bademoden-Ausgabe von Sports Illustrated zu sehen. Foto: imago images / PA Images/Doug Peters

Meist zieren Topmodels das Cover der Bademoden-Ausgabe von Sports Illustrated – nicht in diesem Jahr. Zum ersten Mal sind ein Transgender-Model, eine Rapperin und eine japanische Sportlerin auf drei Covern zu sehen.

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Stuttgart - Eigentlich ist die Bademoden-Ausgabe von Sports Illustrated dafür bekannt, dass berühmte Models darauf zu sehen sind. In der Vergangenheit zierten beispielsweise Kate Upton oder Ashley Graham die Titelseiten der Zeitschrift. Mit der neuen Ausgabe setzt die Sports Illustrated aber auf Diversität und Vielfalt. In diesem Jahr gibt es drei verschiedene Cover: Darauf sind das Transgender-Model Leyna Bloom, die japanische Sportlerin Naomi Ōsaka und Rapperin Megan Thee Stallion zu sehen – gleich drei Premieren für die Titelseite der Bademoden-Ausgabe.

„Wenn es eines gibt, dass unsere Cover Models gemeinsam haben, dann, dass sie nichts gemeinsam haben“, sagt die Chefredakteurin der Swimsuit Edition von Sports Illustrated, MJ Day. Alle drei Frauen würden unterschiedlich aussehen, seien anders aufgewachsen und hätten verschiedene Leidenschaften und Inspirationen. „Aber jede von ihnen ist eine Erinnerung daran, dass Schönheit in vielen Formen kommt.“

Leyna Bloom als erstes Transgender-Model auf Cover

Leyna Bloom ist die erste Transgender-Frau auf der Titelseite der Swimsuit Edition. Die 27-Jährige hat sich als Model, Tänzerin und Schauspielerin international einen Namen gemacht. Bloom nutzt laut Sports Illustrated außerdem ihre Reichweite, um andere dazu zu inspirieren, sich selbst zu lieben und so zu sein, wie sie sind. „Leyna ist in der Welt des Aktivismus legendär, wunderschön und hat ein unbestreitbares Selbstbewusstsein, dass in der Minute durchscheint, in der sie ans Set kommt“, so Day.

Im letzten Jahr war mit Valentina Sampaio in der Bademoden-Ausgabe bereits ein Transgender-Model zu sehen. Bloom ist nun aber die erste auf dem Cover und zeitgleich die erste dunkelhäutige Transgender-Frau, die es in die Zeitschrift schafft. Auf Instagram schreibt Leyna Bloom unter ein Bild ihres Covers, sie sei sehr glücklich darüber, dass sie auf der Titelseite zu sehen ist, und fühle sich geehrt. „Dieser Moment heilt viel Schmerz auf der Welt“, so Bloom. „Wir verdienen diesen Moment.“

Ōsaka engagiert sich auch abseits des Tennisplatzes

Auch Naomi Ōsaka schreibt auf ihrem Cover Geschichte. Die 23-Jährige mit haitianischen und japanischen Wurzeln ist weltweit eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen und hat insgesamt bereits vier Grand Slam Titel gewonnen. Dieses Jahr nimmt sie auch an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Außerhalb des Tennisplatzes setzt sie sich laut Sports Illustrated für mehr Aufmerksamkeit für Rassismus, Menschenrechte und mentale Gesundheit ein. Ōsaka sei nun die erste dunkelhäutige Athletin auf dem Cover der Bademoden-Ausgabe.

„Was uns an Naomi angezogen hat war ihre Leidenschaft, ihre Stärke und ihre Kraft, die sie ständig darauf richtet, Mauern zu druchbrechen, wenn es um Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und psychische Gesundheit geht“, erklärt Chefredakteurin MJ Day. „Sie engagiert sich mit ganzem Herzen dafür, das Unmögliche zu erreichen und war damit immer wieder erfolgreich.“ Naomi Ōsaka selbst teilt auf Instagram ihre Titelseite mit ihren Fans und schreibt darunter, sie sei die erste Frau aus Haiti und Japan auf dem Cover der Swimsuit Edition.

Rapperin hat bereits Grammys gewonnen

Eine Frau, die aktuell die Rap-Szene stark beeinflusst, erhält ebenfalls eine eigene Titelseite: Rapperin Megan Thee Stallion. Die 26-Jährige hat mittlerweile mehrere Grammys gewonnen und ist weltweit bekannt. Bemerkenswert ist laut Sports Illustrated an der Rapperin, dass sie sich nicht dafür entschuldigt, sie selbst zu sein. Dieses große Selbstbewusstsein suche die Zeitschrift in ihren Models. Megan Thee Stallion ist deshalb nun als erste Rapperin auf der Titelseite der Bademoden-Ausgabe zu sehen.

„Mit ihrer Musik und ihrem Stil hat sie die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen, aber was unserer Aufmerksamkeit erregt hat, war ihre ungefilterte Art und Weise, wie sie uns zum Nachdenken bringt“, so Day. „Sie benutzt ihre Plattform, um Grenzen zu verschieben, soziale Normen zu zerlegen und Menschen zu ermutigen, darüber nachzudenken, dass unsere Gesellschaft weiterhin rückwärtsgerichtet funktioniert.“ Auf Instagram schreibt die Rapperin: „Träume werden wahr!“ Auf dem Cover zu sein bedeute ihr sehr viel und sie wolle sich bei allen starken Frauen bedanken, die sie dazu inspiriert haben, ihren Körper zu lieben.

Nicht zum ersten Mal gibt es mehrere Titelseiten

In der Geschichte der Zeitschrift ist es aber nicht das erste Mal, dass es mehrere Cover für die Swimsuit Edition gibt. Auch 2020 waren Kate Bock, Jasmine Sanders und Olivia Culpo gemeinsam auf einer Titelseite zu sehen. Jede erhielt aber zusätzlich auch ein eigenes Cover.




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