Sportsfreund des Tages Peter Neururer, der Notnagel

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Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Peter Neururer, der Notnagel.

Peter Neururer kennst sich aus im Geschäft der Fußball-Bundesliga. Foto: dpa/Andreas Gebert
Peter Neururer kennst sich aus im Geschäft der Fußball-Bundesliga. Foto: dpa/Andreas Gebert

Stuttgart - David Wagner haben sie beim FC Schalke 04 in den Dauerurlaub geschickt. Wobei das mit dem Urlaub und dem Wegfahren in Tagen von Corona bekanntlich so eine Sache ist. Immerhin darf man festhalten: Das größte Risikogebiet in Europa hat der 48 Jahre alte Ex-Coach der kriselnden Knappen damit verlassen, ganz gleich, wohin ihn seine Wege nun auch führen mögen. Peter Neururer ist zwar 65, aber der Mann liebt den rasanten Reiz des Risiko, er atmet gern den Geruch der Gefahr, er hetzt herausfordernden Himmelfahrtskommandos hinterher wie ein Hund seinem Stöckchen.

Während bislang alle potenziellen Trainerkandidaten für den FC Schalke so heftig abgewinkt haben, als wollten sie hungrige Wespen von einem Windbeutel fernhalten, hat Peter Neururer mindestens genauso ausdauernd gewedelt, um vom Schalker Steuermann Jochen Schneider entdeckt zu werden. Erfolglos. Dagegen haben sich Milliarden von S04-Anhängern (vielleicht waren es auch weniger) bei Peter, dem Großen, gemeldet. „Bei mir steht das Telefon nicht mehr still, das Faxgerät ist überfüllt, und ich habe bis ein Uhr rumtelefoniert. Sämtliche Schalke-Fanclubs melden sich bei mir“, erzählte der Mann aus Marl. Sie haben ihn gebeten, ihn angefleht; er würde es ja machen, doch fehlt noch immer der Anruf eines Schalker Granden. Auch der FSV Mainz 05 sucht einen neuen Bundesliga-Coach, Achim Beierlorzer wurde ebenfalls in Urlaub geschickt. Mainzer Fans haben wohl nicht bei Peter Neururer angerufen. Entweder waren sie zu dumm, seine Telefonnummer herauszufinden – oder zu klug.

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