Sportsfreund des Tages Stefanos Tsitsipas möchte mehr Luxus

Tennis-Spieler Stefanos Tsitsipas gab sich auf Twitter wenig volksnah. Foto: AFP/GLYN KIRK
Tennis-Spieler Stefanos Tsitsipas gab sich auf Twitter wenig volksnah. Foto: AFP/GLYN KIRK

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: der Tennisspieler Stefanos Tsitsipas.

Volontäre: Sebastian Xanke (xan)

Stuttgart - Wer sich fragt, in welchem Stadium Teile der Reichsten unserer Gesellschaft angekommen sind, werfe einen Blick in den Profisport. Zwei Beispiele: 2018 zieht Star-Boxer Floyd Mayweather seinem Minihund Schuhe an. Nicht irgendwelche, nein, sondern maßgeschneiderte Designertreter. 2019 lässt sich Fußballer Frank Ribéry ein vergoldetes Steak servieren. Kritik begegnet er mit einer Tirade: „Beginnen wir mit den Neidern und Hatern, die durch ein löchriges Kondom entstanden sein müssen“: Sie alle sollten sich – freundlich gesagt – zum Teufel scheren.

Jüngst reihte sich in die Reihe der Sport-Großkotze Tennisstar Stefanos Tsitsipas ein, seines Zeichens die Nummer sechs der Weltrangliste. Auf Twitter schrieb der 22-jährige Grieche am Donnerstag: „Jemand sollte in Griechenland ein Harrods bauen. Es ist an der Zeit.“ Das Londoner Luxus-Kaufhaus Harrods gehört zu den exklusivsten Warenhäusern der Welt.

Protz statt Armut

Twitter-User führten Tsitsipas daraufhin seinen griechischen Sportlerkollegen Giannis Antetokounmpo vor Augen. Der NBA-Spieler engagiert sich für soziale Projekte in der Heimat. „Die Sorge des einen ist, wann Harrods in Griechenland aufmacht. Der andere sorgt sich darum, wie die Menschen in armen Nachbarschaften einen Teller Essen auf den Tisch bekommen“, kommentierte ein Nutzer.

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Tennis-Ass Tsitispas’ Reaktion darauf blieb aus. Sein neuster Twitter-Post dreht sich wieder um Oberflächlichkeiten, diesmal um sein Tennisdress. Es zeigt sich: Ein Sport-Ass muss menschlich keine Höchstleistungen vollbringen.

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