An dem Tag, als Mario Götze nach Eindhoven schneite, ahnte Gerbrands morgens um 10 Uhr offenbar noch nichts, dass der Profi überhaupt ein Thema im Club war. John de Jong, der Fußball-Direktor des niederländischen Erstligisten, war am frühen Morgen in sein Büro gekommen und hatte berichtet, dass er und PSV-Trainer Roger Schmidt über Götze gesprochen hätten. „Wir haben nicht viel Geld, biete ihm mal was“, entgegnete Gerbrands fast beiläufig, weil er nicht mit der Verpflichtung rechnete. „Um 12 Uhr kam John zurück und erklärte, dass Götze es tun würde“, berichtete Gerbrands, der verwundert war und fragte, ob Götze verstanden hätte, dass das Gehalt von sechs Millionen Euro nicht für ein, sondern für zwei Jahre gelte. „Ich habe dann mit dem Aufsichtsrat telefoniert, der genauso reagierte. Ist es der Götze, den wir kennen?“, erzählte Gerbrands. Der Generaldirektor des PSV sollte zweimal nachdenken, wenn ihm ein Thomas Müller aus Deutschland zu einem Schnäppchenpreis angeboten wird. In Nordhessen in der Verbandsliga kickt ein Mittelstürmer mit diesem Namen beim SV Kaufungen 07.