Sportsfreund des Tages Was hinter dem Torjubel von Serge Gnabry steckt

Von Jürgen Frey 

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich den Sportsfreund des Tages. Heute: Serge Gnabry und sein Torjubel.

Chefkoch Serge Gnabry: Der Stürmer des FC Bayern bejubelt eines seiner Tore.  Foto: AP/Frank Augstein Foto:  
Chefkoch Serge Gnabry: Der Stürmer des FC Bayern bejubelt eines seiner Tore. Foto: AP/Frank Augstein

Stuttgart - Früher, als Serge Gnabry noch in der U12 der Stuttgarter Kickers spielte, gab es keine Mätzchen beim Torjubel: Arme hoch und Freudensprung, das war der Klassiker in den Anfangszeiten der Bundesliga. Diese Art des Jubels ist längst Geschichte. Mit eigens kreierten und geheimnisvollen Botschaften machen die Stars heute jeden Treffer zur Show.

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Auch Serge Gnabry. Der Doppel-Torschütze des FC Bayern beim 3:0 beim FC Chelsea macht nach fast jedem seiner Treffer eine spezielle Bewegung, als würde er mit einem Kochlöffel in einem Topf rühren. Was steckt dahinter? Der Flügelflitzer hat sich diese spezielle Geste nicht selbst ausgedacht, sondern vom US-amerikanischen Basketballprofi James Harden übernommen. „Das ist Cooking. Wenn James Harden übertrieben viele Punkte macht, dann ist er der Chefkoch. Dann läuft er heiß“, erklärt Gnabry. Er selbst läuft auch regelmäßig heiß. In der Königsklasse. Gegen englische Clubs.

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Am 1. Oktober 2019 schnürte er bei der 7:2-Gala gegen Tottenham Hotspur einen Viererpack. „Das war ein grandioser Abend. Vier Tore habe ich seit der F-Jugend nicht mehr gemacht“, sagte der gebürtige Stuttgarter. Damals war der noch nicht einmal bei den Kickers, sondern für die Sportvg Feuerbach, den GSV Hemmingen, die TSF Ditzingen oder den TSV Weissach am Ball. Das ließ sich auf die Schnelle nicht recherchieren. Doch fest steht: „Chefkoch“ in Sachen Knipsen war er bestimmt schon damals.

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