Sportwagenbauer investiert in Stuttgart Porsche baut Hochhaus am Pragsattel

Von Thomas Braun 

Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller baut am Pragsattel einen 90 Meter hohen Design Tower sowie eine neue Niederlassung. Das Projekt, das von der Bülow AG realisiert wird, soll neben Büros auch ein Luxushotel beherbergen.

Der neue Porsche Design Tower am Pragsattel wird eines der höchsten Gebäude in der Landeshauptstadt. Foto: Porsche
Der neue Porsche Design Tower am Pragsattel wird eines der höchsten Gebäude in der Landeshauptstadt. Foto: Porsche

Stuttgart - Der Sportwagenhersteller Porsche wird auf dem Pragsattel einen sogenannten Porsche Design Tower inklusive Porsche-Zentrum errichten. Das gab das Zuffenhausener Unternehmen am Mittwoch bekannt. Stuttgart wäre damit nach Frankfurt am Main und Miami (Florida) die dritte Stadt, in der Porsche ein Hochhausprojekt verwirklicht.

Der Bauantrag für den rund 90 Meter hohen Turm mit einer Geschossfläche von etwa 20 000 Quadratmetern soll am 21. Dezember bei der Stadt eingereicht werden – geplanter Baubeginn ist im ersten Halbjahr 2019. Porsche veranschlagt insgesamt eine Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren. Das Grundstück gegenüber des Theaterhauses und der Mercedes-Bank ist seit geraumer Zeit im Firmenbesitz und war zuvor lange Jahre an Audi verpachtet, das dort seinen Gebrauchtwagenhandel konzentriert hatte.

Nach Angaben von Lutz Meschke, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, soll der Turm am Pragsattel „ein Zeichen für Porsche in unserer Heimatstadt setzen“. Das Bauwerk zähle nach der Fertigstellung zu den höchsten Gebäuden Stuttgarts und werde mit seiner zeitlosen Architektur das Stadtbild bereichern. Geplant und gebaut wird das Gebäude von der Bülow AG.

Zweigeschossige Tiefgarage mit 340 Stellplätzen geplant

Im Turm selbst sind Büroflächen und ein exklusives Hotel sowie gastronomische Einrichtungen und Terrassen geplant. Das Hotel soll nach Porsche-Angaben von einer international tätigen Kette betrieben werden. Neben dem Turm ist das neue Porsche-Zentrum mit Ausstellungsflächen, Galerie und einer Werkstatt geplant. Vorgesehen ist auch der Bau einer zweigeschossigen Tiefgarage mit rund 340 Stellplätzen. Die derzeitige Niederlassung nahe dem Museum am Porscheplatz in Zuffenhausen soll Ende 2021 das neue Domizil am Pragsattel beziehen.

Die Gespräche zwischen den Chefs der Sportwagenschmiede und der Stadt über das Projekt liefen offenbar bereits seit längerem. Hinter verschlossenen Türenhatte Porsche seine Pläne der Verwaltung und dem Gemeinderat bereits dargelegt – und war dabei auf offene Ohren gestoßen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) erklärte am Mittwoch, das Projekt sei ein starkes Bekenntnis zu Stuttgart: „Der Standort ist prominent, direkt am Eingangstor zum Stuttgarter Talkessel.“ Und auch im Inneren betone das Gebäude eine der Stärken des Standorts Stuttgart, nämlich innovatives Design. Die Stadt begleite Porsche gerne bei der Entwicklung des Areals am Pragsattel, so der Rathauschef.

2017 wurde in Miami der erste von der Firmentochter Porsche Design entwickelte Hochhaus eröffnet. Sein Markenzeichen ist ein patentiertes Auto-Aufzugsystem. In Frankfurt ist der Spatenstich für den dortigen Design Tower für das erste Halbjahr 2019 geplant: Dabei handelt es sich allerdings anders als in Stuttgart um ein rund 80 Meter hohes reines Wohnhaus im Frankfurter Europaviertel.

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