Sprache und Sein Warum uns Gendern vorwärts bringt

Formulierungen mit der Endung *innen lassen zu Beginn stolpern, sind aber nach dem hundertsten Mal lesen unauffällig.  Foto: Imago/Ralph Peters
Formulierungen mit der Endung *innen lassen zu Beginn stolpern, sind aber nach dem hundertsten Mal lesen unauffällig. Foto: Imago/Ralph Peters

„Wenn ich noch einmal das Wort Kolleg*innen höre, dann werde ich verrückt, das klingt so komisch!“ – nicht selten sind die Reaktionen auf Gendern durchmischt. Und obwohl es von vielen als unschön, unnötig oder kleinlich wahrgenommen wird, ist Gendern wichtig. Denn Veränderung bringt uns voran, findet unsere Autorin.

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Stuttgart – In letzter Zeit sprachen sich viele Personen des öffentlichen Lebens gegen das Gendern aus. Begründet wurde dies beispielsweise damit, dass Gendern und die gleichzeitige Aufnahme von Informationen schwierig sei. Natürlich ist zu bezweifeln, dass Gendern ernsthaft für schwierig gehalten wird. Warum würde man eine Kompetenzlücke so öffentlich kundtun? Dass das Thema von Politiker*innen oder Prominenten trotzdem zu eigennützigen Zwecken besprochen wird, zeigt vielmehr andere Intentionen hinter der Verweigerung des Genderns. Unklar ist jedoch welchem Zweck dies dient – ob man sich an alten Normen festhalten will, eine politische Agenda mitschwingt oder es einfach nur Müdigkeit gegenüber Veränderung ist.

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