Vor 75 Jahren verübten SS-Männer im toskanischen Sant’Anna di Stazzema ein Massaker an 560 Frauen, Kindern und alten Männern. Bis heute unbegreifbar ist die Bestialität des Vorgehens. Spuren führen auch nach Baden-Württemberg.

Politik/ Baden-Württemberg: Thomas Faltin (fal)

Stuttgart/Konstanz - Vieles von dem, was damals in den frühen Morgenstunden des 12. August 1944 in dem abgelegenen toskanischen Bergdorf Sant’Anna di Stazzema geschah, ist unfassbar geblieben – bis heute. Niemals zuvor hatte ein deutscher Soldat einen Fuß in das Dorf gesetzt. Warum also wählte die SS genau dieses Kaff aus, um ein Exempel gegen die häufigen Partisanenangriffe zu statuieren? Und warum gingen die 200 bis 300 Männer der 16. SS-Panzergrenadierdivision mit solch erschütternder Brutalität vor? Manches von dem, was damals geschah, lässt sich kaum niederschreiben.