„SS-Siggi“ aus Dortmund Rechtsextremist Siegfried Borchardt mit 67 Jahren gestorben

Siegfried Borchardt ist ein bundesweit bekannter Neonazi gewesen. Er starb in der Nacht zum Sonntag. (Archivbild) Foto: imago images/Reichwein/Christoph Reichwein (crei) via www.imago-images.de
Siegfried Borchardt ist ein bundesweit bekannter Neonazi gewesen. Er starb in der Nacht zum Sonntag. (Archivbild) Foto: imago images/Reichwein/Christoph Reichwein (crei) via www.imago-images.de

Der als „SS-Siggi“ bekannte Neonazi ist nach kurzem Krankenhausaufenthalt in der Nacht zum Sonntag gestorben. Dies teilte der Kreisverband seiner Partei „Die Rechte“ mit.

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Dortmund - Der bundesweit bekannte Rechtsextremist Siegfried Borchardt ist im Alter von 67 Jahren in Dortmund gestorben. Der in rechtsradikalen Kreisen als „SS-Siggi“ bekannte frühere Kommunalpolitiker und Parteifunktionär starb nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in der Nacht zum Sonntag, wie der Dortmunder Kreisverband der rechtsextremen Kleinstpartei Die Rechte mitteilte. Die Nachricht von Borchardts Tod sei ein „Schock“, hieß es in der Mitteilung.

Borchardt hatte 1982 den der rechtsextremen Szene nahestehenden BVB-Fußballfanclub „Borussenfront“ gegründet. In den 80er Jahren geriet die Hooligangruppierung wegen brutaler Übergriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund und anderer Straftaten immer wieder in die Schlagzeilen. Die „Borussenfront“ sicherte unter anderem Veranstaltungen der rechtsextremen Partei NPD ab.

Borchardt galt als Kopf der Dortmunder Neonaziszene und wurde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung von Polizisten zu Haftstrafen verurteilt. Bei den Kommunalwahlen 2015 errang er als Spitzenkandidat für Die Rechte ein Stadtratsmandat, von dem er jedoch nach zwei Monaten aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.




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