SSB-Arbeiten in Stuttgart-Dürrlewang Bäume sorgen für Verwirrung

Die SSB hat an der Osterbronnstraße neue Bäume gepflanzt. Der Eigentümer fällte kurze Zeit später die alten Bäume auf seinem Grundstück. Foto: z/Heinrichs
Die SSB hat an der Osterbronnstraße neue Bäume gepflanzt. Der Eigentümer fällte kurze Zeit später die alten Bäume auf seinem Grundstück. Foto: z/Heinrichs

Die SSB hat in Dürrlewang neue Bäume gepflanzt, nur wenige Zentimeter vor bestehende Bäume, die daraufhin gefällt wurden. Ein Bürger vermutet eine Fehlplanung des Nahverkehrsunternehmens.

Filderzeitung: Sandra Hintermayr (shi)
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Dürrlewang - Mehr als nur dubios findet Martin Heinrichs die Baumpflanzaktion der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Im Zuge der Bauarbeiten an der Linie U 12 nach Dürrlewang hat das Nahverkehrsunternehmen mehrere neue Bäume entlang der Neubaustrecke gepflanzt.

An der Galileistraße, Ecke Osterbronn­straße auf Höhe des Autohändlers allerdings sah das Unterfangen für den Bürger etwas planlos aus: Dort standen die Bäume für kurze Zeit in zwei Reihen. „Die neuen Bäume wurden maximal einen halben Meter vor die alten Bäume gesetzt“, sagt Heinrichs und fragt: „Wie kann man Bäume überhaupt zweireihig pflanzen?“ Eine Allee könne es ja wegen des engen Abstands nicht sein. Heinrichs hält die Aktion der SSB für eine Fehlplanung.

Nur wenige Tage nach der Pflanzung sei der „Blödsinn berichtigt“ worden, sagt Heinrichs. Die bereits bestehenden Bäume sind gefällt worden. „Das waren noch relativ junge Bäume, und die neuen sitzen fast an der gleichen Stelle wie die alten“, so Heinrichs. „An besagter Stelle haben wir nichts angefasst“, sagt Marco Saturno, der Projektleiter der SSB, auf die Baumfällungen angesprochen. „Wir haben fünf Bäume zusätzlich gepflanzt.“ Diese gehörten zur Gattung Ahorn und sollen sich schön entfalten, wenn sie groß sind. Von der Aussage, dort seien Bäume gefällt wurden, ist Saturno überrascht. Der Projektleiter macht sich schließlich selbst ein Bild von der aktuellen Situation an der Osterbronnstraße.

Die Standorte sind vom Gartenamt gewünscht

Die Bäume, die dort abgesägt wurden, standen nicht auf städtischem, sondern auf Privatgelände, sagt Saturno. Er habe zur Bestätigung noch einmal auf den Grundstücksplan geschaut. Die Baumfällungen dort gehen also nicht auf das Konto der Stuttgarter Straßenbahnen. „Die Bäume gehörten dem Grundstückseigentümer. Er darf mit ihnen machen, was er will“, sagt Saturno.

Ahmet Yildiz, der Eigentümer des Autohandels auf dem besagten Grundstück, bestätigt die Maßnahme. „Die Bäume standen auf meinem Privatgrundstück. Ich habe sie fällen lassen.“

Warum die SSB überhaupt Bäume in zweiter Reihe an der Osterbronnstraße gepflanzt hat, hat einen einfachen Grund. „Die Standorte sind vom städtischen Gartenamt so gewünscht“, erklärt Marco Saturno. Vorgaben zum Abstand der Bäume gebe es keine. Im Wald wachsen die Bäume schließlich auch eng beieinander, sagt der SSB-Projektleiter.

An der Galileistraße, Ecke Osterbronn­straße stehen nun nur noch die Bäume, die die SSB im Zuge der Bauarbeiten an der Stadtbahnlinie U 12 gesetzt hat. Weil auch einige Bäume weichen mussten, ist das Verkehrsunternehmen verpflichtet, an geeigneter Stelle Ausgleich zu schaffen. Aus diesem Grund werden entlang der Neubaustrecke zwischen Wallgraben und Dürrlewang zahlreiche Bäume gepflanzt.




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