SSB investiert in Stuttgart-Wangen Stadtbahnhaltestellen werden nachgerüstet

Von Elke Hauptmann 

Dynamische Fahrgastinformationen sind im Netz der SSB noch längst nicht überall vorhanden. In Wangen sollen 2019 die Stadtbahnhaltestellen mit den DFI-Anlagen nachgerüstet werden.

An der Stadtbahnhaltestelle Inselstraße fehlt bislang ein DFI-Anzeiger. Foto: Elke Hauptmann
An der Stadtbahnhaltestelle Inselstraße fehlt bislang ein DFI-Anzeiger. Foto: Elke Hauptmann

Wangen - An der Endhaltestelle am Hedelfinger Platz gibt es sie, am Wangener Marktplatz und natürlich auch am zentralen Verkehrsknotenpunkt Karl-Benz-Platz in Untertürkheim. Aber sonst sind die dynamischen Fahrgastinformationen, kurz DFI-Anlagen, an den Stadtbahnhaltestellen in den Oberen Neckarvororten eher eine Seltenheit. Ob „Eszet“ oder „Blick“, ob „Insel-“ oder „Wasenstraße“, ob „Brendle“ oder „Im Degen“ – auf den Strecken der Linien U 4, U 9 und U 13 sind sie an so manchen Stationen nicht vorhanden. Dabei hat die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) solche elektronischen Tafeln mit Leuchtschriften, die Kunden über die Wartezeit bis zum voraussichtlichen Eintreffen ihrer Stadtbahn informieren, bereits vor mehr als 20 Jahren in ihrem Streckennetz eingeführt.

Das System der dynamischen Fahrgastinformation gilt bei der SSB als bewährt – und soll daher weiter ausgebaut werden. Das städtische Verkehrsunternehmen plant, bis zum Jahr 2023 alle derzeit rund 200 Stadtbahn-Haltestellen im Stadtgebiet mit DFI-Anzeigern auszustatten, sagt SSB-Sprecherin Birgit Kiefer. Bislang würden etwa 75 Prozent der Stationen, im Moment um die 150, über die Infotafeln verfügen. „Sukzessive rüstet die SSB pro Jahr sieben bis acht Haltestellen nach“, berichtet Kiefer. Welche Stadtbahnhaltestellen dafür infrage kommen, sei durch ein Bewertungsverfahren ermittelt worden. Kriterien seien zum Beispiel die Anzahl der Fahrgäste pro Tag, die Anzahl der haltenden Linien sowie die Umstiegsmöglichkeiten. Auch die sogenannten Points of Interest im Umfeld der Stationen würden eine Rolle spielen. Das Programm lässt sich die SSB einiges Kosten: „Pro neuem Anzeiger fallen Kosten in Höhe von mindestens 10 000 Euro an“, so Kiefer.

Für Wangen hat die Unternehmenssprecherin eine gute Nachricht: Voraussichtlich im kommenden Jahr sollen einige der noch nicht entsprechend ausgestatteten Haltestellen im Stadtbezirk mit den Digitalanzeigern nachgerüstet werden – möglich sind zum Beispiel die Stationen „Hedelfinger Straße“ (Bürocampus Wangen) sowie „Wasen-“ und „Inselstraße“. Die DFI-Anlagen zeigen allerdings nicht die Echtzeit an, sondern lediglich die rechnerische Zeit, die eine Bahn von einem bestimmten Punkt bis zur Haltestelle benötigt.

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