Neubau der Haltestelle Staatsgalerie Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht

Von Christoph Donauer 

Der Weg der U2 ist im Grunde einerlei

Die U2 zwischen Neugereut und Botnang fährt über die Stationen Hauptbahnhof und Börsenplatz zum Berliner Platz. Da die Stadtbahnen dadurch nur noch an zwei Haltestellen statt an dreien halten, sind sie genau so schnell an ihrem Zielort.

Schupp hofft, dass die Fahrgäste sich schnell an die neuen Fahrstrecken gewöhnen: „Es ist eine ganz wichtige Strecke, die umfahren wird, aber für das Gros der Fahrgäste ist es kein Thema. Wenn sie nach Neugereut oder Botnang wollen, ist es egal, wie herum sie fahren.“

U4 wird auseinandergenommen

Die Stadtbahnlinie U4 zwischen Untertürkheim und Hölderlinplatz wird in zwei Linien aufgeteilt. Die U4 kommt künftig von Untertürkheim und endet am Neckartor. Für die Endstation dort wurde eigens eine neue Ansage von SSB-Sprecherin Dorothee Roth eingesprochen: „Zu den Fernzügen ab Hauptbahnhof bitte hier umsteigen und dem kurzen Fußweg durch den Schlossgarten folgen.“

Schupp betont, man wolle den Fahrgästen damit eine Alternative bieten: „Entweder sie steigen um und marschieren durch die Klett-Passage und durch den kompletten Hauptbahnhof bis zu den nach hinten verlegten Fernzügen. Oder sie laufen durch den Schlossgarten, in dem es mittlerweile sehr schön ist. Das kann jeder selbst entscheiden.“

Zweite Bauphase startet 2017

Einen festen Termin für das Ende der Bauarbeiten kann Schupp nicht nennen. Fest stehe, dass der erste Bauabschnitt im Sommer 2017 fertiggestellt werden solle. „Dann beginnt der zweite Bauabschnitt für die Haltestelle Staatsgalerie und es wird über den Charlottenplatz umgeleitet.“

Doch warum müssen die Stadtbahnen überhaupt umgeleitet werden? Könnte man die Haltestelle nicht nachts umbauen? „Nein, wir haben uns dagegen entschieden“, erklärt Schupp. „Natürlich hätten wir stundenweise während der Betriebsruhe bauen können. Aber das wäre wenig verlässlich gewesen. Das ‚Netz2016’ bleibt wirklich das gesamte Jahr gültig.“ Alternativen zu den Umleitungen wird es in absehbarer Zeit jedenfalls nicht geben.