Staatsanwaltschaft Stuttgart Zwei Festnahmen wegen mutmaßlicher linksextremistischer Drohkampagne

Von red/afp/dpa 

Ermittler der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des baden-württembergischen Landeskriminalamts haben einen Mann und eine Frau festgenommen. Sie werden verdächtigt, einen Brandsatz am Haus des Fleischfabrikanten Clemens Tönnies angebracht zu haben.

Zwei Personen wurden von Ermittlern verhaftet. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand / STZN/geschichtenfotograf.de
Zwei Personen wurden von Ermittlern verhaftet. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand / STZN/geschichtenfotograf.de

Stuttgart - Wegen anonymer Drohschreiben an Politiker, Behörden, Ministerien und Verkehrsverbünde hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart eine 39-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann als Tatverdächtige festnehmen lassen. Dies teilte die Behörde am Freitag mit. Auch gab es Durchsuchungen von fünf Objekten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt und in Berlin.

Dem Duo wird zur Last gelegt, seit Dezember 2019 in insgesamt fünf Wellen Drohbriefe an eine Vielzahl von Empfängern verschickt zu haben. Die Schreiben seien mit „MIlitantE ZellE (MIEZE) - vereint im Kollektiv der Revolutionären Aktionszellen (RAZ)“ unterzeichnet worden. Die mutmaßlichen Verfasser der Briefe sollen die Empfänger unter Androhung von Gewalt aufgefordert haben, Missstände in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen zu beseitigen und politische Maßnahmen auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zu fokussieren, und nicht auf Wirtschaftslobbyisten. Zur Untermauerung der Forderungen waren den Schreiben Platzpatronen, Streichhölzer, Grillanzünder oder auch Messer beigelegt, wie die Staatsanwaltschaft weiter berichtete.

Außerdem soll das Paar im August einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg begangen haben. Der verwendete Brandsatz zündete jedoch nicht.




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