Linke Symbole, die am Freitagabend von Demonstranten hochgehalten wurden, fanden sich nach dem Zug durch die Innenstadt an Blumenkübeln, Fassaden und Fensterscheiben.

Ludwigsburg: Sabine Armbruster (sar)

Möglichst viel Aufmerksamkeit hatten sich etwa 50 Aktivisten der sogenannten Antifa erhofft, als sie am Freitag ab 18 Uhr eine Demonstration Ecke Kirchstraße/Reithausplatz vor dem Eingang zum Marstallcenter unter den Augen etlicher Polizeibeamter veranstalteten – so äußerte sich zumindest eine Sprecherin. Das versuchten die Demonstrantinnen und Demonstranten mit lautstarkem, aggressivem Rap aus einem Lautsprecher, dem Schwenken roter Fahnen und der Palästinenserflagge, linken Parolen sowie Beleidigungen der Polizei und des Staates im Allgemeinen. Tatsächlich waren viele Passanten unterwegs. Die allerdings suchten nach einem misstrauischen Blick auf die lautstarke Truppe möglichst rasch das Weite, ein kleines Kind hielt sich die Ohren zu.

 

Spurlos ging die angemeldete Demonstration, die unter Polizeischutz durch die Innenstadt führte, wohl dennoch nicht vorüber. Wie die Polizei berichtet, besprühten in der Nacht auf Samstag „noch unbekannte Täter die Ludwigsburger Innenstadt mit politisch motivierten Parolen und Zeichen“. Vermutlich hätten die Täter im Bereich des Reithausplatzes begonnen und die Sachbeschädigungen dann von der Kirchstraße über die Lindenstraße, die Körnerstraße bis in die Asperger Straße fortgesetzt. Die Unbekannten besprühten Blumentöpfe und -kübel, Gebäudefassaden, eine Fensterscheibe sowie ein Verkehrszeichen mit linker Symbolik. Mit überwiegend schwarzer Farbe hinterließen sie unter anderem das „Hammer und Sichel“-Symbol und „ACAB“ – dem Kürzel für „All cops are bastards“.

Fünfstelliger Sachschaden

Pappschilder mit dieser Aufschrift hatten die Aktivisten zuvor unter anderen hochgehalten. Und auch die ersten Hammer-und-Sichel-Symbole waren schon kurz nach dem Verschwinden des Demonstrationszugs an Blumenkübeln in der Kirchstraße zu sehen. Der Gesamtsachschaden wurde auf einen fünfstelligen Betrag beziffert. Was der Polizeieinsatz gekostet hat, ist unbekannt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise geben können, ebenso wie weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 0800/1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.boeblingen@polizei.bwl.de mit dem Staatsschutz der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg in Verbindung zu setzen.