Gute Nachrichten zum Jahresende: Der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg hat dem Vorschlag einer Ausfallbürgschaft für das zweite Frauenhaus zugestimmt.

Ludwigsburg: Sabine Armbruster (sar)

Schon im vergangenen Sommer hatte das Land Baden-Württemberg zugesagt, den Ludwigsburger Verein Frauen für Frauen bei der Einrichtung eines zweiten Frauen- und Kinderschutzhauses mit 2,8 Millionen Euro zu unterstützen, und damit eine lange Hängepartie beendet. Mit dem ehemaligen Kurhotel im Stadtteil Hoheneck, das der Wohnbau Ludwigsburg (WBL) gehört, stand schon länger ein Gebäude zur Verfügung, die Realisierung allerdings scheiterte bislang am fehlenden Geld zur Sanierung. Der Landkreis Ludwigsburg hatte angesichts roter Haushaltszahlen 500.000 statt der gewünschten 900.000 Euro zugesagt.

 

Der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg hat nun dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, eine kommunale Ausfallbürgschaft zur Sicherung des Landeszuschusses zu übernehmen. Ohne diese Bürgschaft hätte das Land gemäß seinen Richtlinien keine Fördermittel bewilligt.

Beginn der Baumaßnahmen im Frühjahr

Der Verein Frauen für Frauen mit der Stadträtin Arezoo Shoaleh als pädagogischer Leiterin hatte lange für ein zweites Frauenhaus gekämpft, weil das bislang einzige Haus dieser Art im Landkreis den Bedarf nicht decken kann. Der Verein wird auch Träger der neuen Einrichtung sein, für Umbau und Sanierung des Gebäudes ist die WBL als Eigentümerin zuständig. Die Baumaßnahmen sollen im kommenden Frühjahr beginnen.

Sowohl der Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht als auch Landrat Dietmar Allgaier freuen sich über die Entscheidung des Gemeinderats. Knecht hatte schon im Sommer gesagt, nach der zurückgelegten langen Wegstrecke dürfe und werde das zweite Frauenhaus nicht an einer noch vorhandenen Finanzierungslücke von etwa 400.000 Euro scheitern. Um diese letzte finanzielle Lücke zu schließen, hat der Verein Frauen für Frauen Unterstützung über eine Stiftung beantragt.