Stadt Stuttgart ändert Betrieb Zwangspausen für Paternoster

Von ks 

Der Unfall eines städtischen Mitarbeiters in einem der beliebten offenen Aufzüge hat Konsequenzen für deren künftigen Betrieb. Über diese werden sich Besucher des Weihnachtsmarktes ärgern.

Die Paternoster sind beliebt. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski
Die Paternoster sind beliebt. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Stuttgart - Am 21. Oktober hat sich in einer der offenen Fahrkabinen der Paternoster im Rathaus ein Unfall ereignet. Ein Mitarbeiter der Verwaltung hatte sich dabei einen Bruch zugezogen. Als Konsequenz verordnete die Verwaltung allen drei der auch als Beamtenheber titulierten Stockwerksüberwinder in der Zentrale am Marktplatz eine Ruhephase.

Der Unfall zeitigt nun weitere Folgen für den Betrieb der Aufzüge. Alle praktikablen technischen Schutzmaßnahmen seinen bereits umgesetzt, „die Anlagen werden regelmäßig durch den Tüv geprüft und gewartet“, so ein Stadtsprecher auf Anfrage. Es sei „auch aus haftungsrechtlichen Gründen“ erforderlich, die Fahrgäste verstärkt über die sichere Nutzung der Paternoster zu informieren. Dazu sollen die diversen Warnschilder teils vergrößert werden. Die Beschilderung werde verändert, auf allen Etagen sollen künftig Aushänge und Nutzungsanweisungen in Deutsch und Englisch angebracht werden. Sie zeigen die Verhaltensregeln für die ­sichere Benutzung der Paternoster, die verbindlich sind.

Aufzüge gehören zur bedrohten Art

Trotz dieser Verbesserungen soll es künftig erhebliche Einschränkungen bei den Betriebszeiten geben. So werden die Paternoster während des Weihnachtsmarktes und des Weindorfes abgeschaltet. Bei sonstigen Großveranstaltungen sollen die Ein- und Ausstiege auf den Etagen mit Sicherheitspersonal besetzt werden. Mitte Januar 2020 sollen die Paternoster wieder in Betrieb gehen.

Diese besondere Aufzugsart stand schon mehrfach vor dem Aus. 2004 und 2014 lebten Debatten über die Einstellung auf. 2015 beschloss das Bundeskabinett, dass die Aufzüge öffentlich betrieben werden dürfen, wenn ausreichend Schutzmaßnahmen getroffen seien.

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