Stadtarchiv in Bad Cannstatt Filmische Spuren des Holocaust

Von ani 

Das Stadtarchiv lädt für Mittwoch, 1. Februar, zu einem Vortrag mit Filmbeispielen ein. Der Titel: „Filmische Spuren des Holocaust: Archivbilder von der Deportation jüdischer Bürger aus Stuttgart und dem Deutschen Reich in den Jahren 1941 und 1942“.

Die Deportation der jüdischen Bevölkerung Stuttgarts am 1. Dezember 1941 im Sammellager auf dem Killesberg Foto: Stadtarchiv Stuttgart
Die Deportation der jüdischen Bevölkerung Stuttgarts am 1. Dezember 1941 im Sammellager auf dem Killesberg Foto: Stadtarchiv Stuttgart


Veielbrunnen - Das Stadtarchiv, Bellingweg 21, lädt für Mittwoch, 1. Februar, zu einem Vortrag mit Filmbeispielen von Tobias Ebbrecht-Hartmann. „Filmische Spuren des Holocaust: Archivbilder von der Deportation jüdischer Bürger aus Stuttgart und dem Deutschen Reich in den Jahren 1941 und 1942“ lautet der Titel der Veranstaltung, die sich anhand von Filmzeugnissen mit den ersten systematischen Deportationen aus dem Reichsgebiet in die Vernichtungszentren in Osteuropa Anfang der 1940er Jahre beschäftigt.

Auch aus Stuttgart ist ein kurzer Film überliefert, der im Dezember 1941 entstanden ist. Er zeigt Juden, die im provisorischen Sammellager Killesberg auf ihren Abtransport warten. Der Vortrag stellt ausgehend von dem Film aus Stuttgart weitere Filmdokumente aus lokalen Archiven vor und verortet sie in ihrem filmischen und historischen Kontext, um die Archivbilder als Spuren des Holocaust lesbar zu machen. Tobias Ebbrecht-Hartmann ist Filmwissenschaftler und lehrt an der Hebräischen Universität Jerusalem Filmgeschichte, Visuelle Kultur und Deutsche Sozial- und Kulturgeschichte. Er hat an der Freien Universität Berlin zu filmischen Narrationen des Holocaust promoviert. Der vortrag beginnt um 19 Uhr.

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