Stadtbahnverkehr in Stuttgart-Ost An der Haltestelle Stöckach wird es eng

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Von Dienstag, 17. Mai, an fährt die U 4 nur noch bis zum Neckartor. Spätestens dort muss auf andere Stadtbahnen umgestiegen werden, die Richtung Hauptbahnhof fahren. Der Grund: Die Haltestelle Staatsgalerie wird abgerissen.

Die Haltestelle Stöckach ist der wichtigste Stadtbahnknoten für den Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Foto: Jürgen Brand
Die Haltestelle Stöckach ist der wichtigste Stadtbahnknoten für den Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Foto: Jürgen Brand

S-Ost - Stadtbahn-Nutzer, die aus dem Stuttgarter Osten in Richtung Innenstadt wollen, müssen sich von Dienstag, 17. Mai, an auf eine Umsteigestation mehr, auf Umwege über den Hauptbahnhof und damit auf längere Fahrzeiten einstellen. Von Dienstag an ist die direkte Verbindung zwischen den Haltestellen Neckartor und Charlottenplatz bis auf weiteres unterbrochen. Grund dafür ist der beginnende Umbau der Haltestelle Staatsgalerie. An der Haltestelle Stöckach kann es dann spätestens nach den Ferien richtig eng werden.

Am Stöckach halten sechs Stadtbahnlinien

Die Haltestelle Stöckach hat für den Stadtbahnverkehr im Stuttgarter Osten eine besondere Bedeutung. Dort treffen sozusagen U 1, U 2, U 4, U 9, U 14 und bei Veranstaltungen im Neckarpark auch die Stadionlinie U 11 zusammen, was die Haltestelle zu einer wichtigen Umsteigestation macht. Außerdem sind im direkten Umfeld am Stöckach in den vergangenen Jahren – zu bestehenden Institutionen wie der Staatsanwaltschaft – zahlreiche Arbeitsplätze neu entstanden, sei es im ehemaligen Arbeitsamt oder in den einstigen Fabrikgebäuden in den Nachbarstraßen. Der Zuzug des Pons-Verlags oder beispielsweise auch der Verwaltung und der Online-Shops von Mußler Beauty sind nur zwei weitere Beispiele dafür. Zu den Hauptverkehrszeiten und wenn dann auch noch die Schüler des Zeppelin-Gymnasiums dazu kommen, wird es auf den schmalen Bahnsteigen der Haltestelle jetzt schon manchmal gefährlich eng.

Mit dem Abriss und Neubau der Haltestelle Staatsgalerie und den damit verbundenen Fahrplanänderungen könnte sich diese Situation noch verschärfen. So verkehrt die Linie U 4 von 17. Mai an und bis auf weiteres nur noch zwischen Untertürkheim und der Haltestelle Neckartor. Erfahrungsgemäß steigen viele Fahrgäste aber lieber oberirdisch am Stöckach als unterirdisch am Neckartor um. Insgesamt werden die Wege in die Stadt für alle Stadtbahnnutzer im Einzugsbereich der Linie U 4 länger. Wer beispielsweise vom Ostendplatz zum Charlottenplatz oder Rathaus will, muss künftig am Stöckach oder Neckartor zum ersten Mal umsteigen und dann gegebenenfalls am Hauptbahnhof erneut.

Die U9 ist nicht betroffen

Die U 1 fährt von Dienstag an über Hauptbahnhof und Berliner Platz und nicht mehr wie bisher über Charlottenplatz und Rathaus. Auch die  U2 wird über Hauptbahnhof und Börsenplatz umgeleitet. Die Veranstaltungslinie U 11 fährt auch künftig auf einer Innenstadtschleife, wendet aber immer am Charlottenplatz. Die Linie U 9, die auch den Osten durchquert, ist von den Umleitungen nicht betroffen und verkehrt auf ihrer gewohnten Strecke.

Eine Alternative für Stadtbahnfahrer könnte der Umstieg auf den Bus sein. Auch für die Buslinien gilt von 17. Mai an ein neuer Fahrplan, die Strecken in die Stadt bleiben aber unverändert. So ist die schnellste Verbindung zur Staatsgalerie und weiter zum Hauptbahnhof die Linie 40 ab der Haltestelle Wagenburgstraße (an der Ostend­straße). Mit der Buslinie 42 dauert es ab der Haltestelle Wagenburgstraße bis Charlottenplatz 12, bis Schlossplatz 14 Minuten. Der erste Bauabschnitt mit der Unterbrechung zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz soll bis 19. August 2017 beendet sein. Im zweiten Bauabschnitt wird dann die Strecke zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof unterbrochen.

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