Stadtentwicklung in Böblingen Bücherei und Volkshochschule sollen ins Post-Areal
Die Stadtverwaltung verkündet ihre Pläne für die öffentlichen Bereiche im neuen Quartier in der Unterstadt.
Die Stadtverwaltung verkündet ihre Pläne für die öffentlichen Bereiche im neuen Quartier in der Unterstadt.
Böblingen - Für Oberbürgermeister Stefan Belz ist es das „neue Tor zur Innenstadt“. Das Areal in der Unterstadt, auf dem derzeit noch die Post steht, soll für Böblingen prägend werden. Zur Internationalen Bauausstellung (IBA) in Stuttgart 2027 ist geplant, hier ein 60-Meter-Hochhaus zu bauen, das beispielhaft zeigt, wie das Leben und Wohnen in der Stadt in den nächsten 50 Jahren funktionieren könnte.
Der Zeitplan ist eng. In sechs Jahren müssen laut IBA-Vorgaben der Wohnturm und die ihn umgebenden Gebäude nicht nur stehen, sondern bereits mit Leben gefüllt sein. Der Gemeinderat möchte daher so schnell wie möglich Baurecht schaffen. Am Mittwoch hat die Verwaltung skizziert, welche öffentliche Einrichtungen sie sich dort vorstellen könnte. Die städtischen Nutzungen sollen in einem dem Hochhaus vorgelagerten siebengeschossigen Gebäude an der Bahnhofstraße unterkommen.
Dort, in unmittelbarer Nähe der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof, möchte die Stadt im Erdgeschoss einen „Infopoint“ einrichten, der die Menschen mit allen Informationen über die Stadt versorgt. Die restlichen Flächen des Gebäudes sollen zwei Einrichtungen vorbehalten werden, die zu den Klassikern der städtischen Bildungseinrichtungen zählen: die Bücherei und die Volkshochschule (VHS). Beide Institutionen befinden sich bereits unter einem Dach „Im Höfle“ in der Altstadt. Das Gebäude aus den 1980er Jahren ist laut Stadt sanierungsbedürftig. Ein Umzug oder ein übergangsweiser Auszug von VHS und Bücherei während einer Sanierungsphase wäre in absehbarer Zeit sowieso notwendig.
Diese Nutzungen decken sich laut Dietmar Weber vom Stadtplanungsamt in vielen Teilen mit den Wünschen der Bürgerschaft, die diese in Umfragen, Workshops und Beteiligungen für das Postareal geäußert hat. Diesen Wünschen soll auch ein weiterer Plan Rechnung tragen: eine große Fahrradgarage.