Stadtentwicklung in Rutesheim Mörk aus Leonberg baut Ärztehaus – wird Versorgungslücke geschlossen?

Der Aushub auf dem ersten Grundstück des ehemaligen Bosch-Areals, das die Firma Mörk gekauft hat, läuft. Foto: Simon Granville

Auf dem ehemaligen Bosch-Gelände in Rutesheim entsteht ein großes neues Stadtquartier. Neben Wohnungen sollen Arztpraxen und eine Bäckerei die Infrastruktur verbessern.

In Rutesheim soll auf dem ehemaligen Bosch-Areal in bester Innenstadtlage, auf insgesamt 2,7 Hektar, ein neues Quartier mit etwa 250 bis 300 Wohneinheiten entstehen. Es wird ergänzt durch Gewerbeflächen, Arztpraxen und ein Mehrgenerationenhaus. Nun hat die Stadt gemäß den Beschlüssen des Gemeinderats vom 25. März ein mehr als 3000 Quadratmeter großes Grundstück, das zwischen der Bahnhofstraße und dem künftigem Quartiersplatz liegt, an die Firma Mörk Immobilien aus Leonberg verkauft. Auf dieser Fläche wurde bereits mit dem Erdaushub begonnen.

 

„Dieser Bereich wird Wohnungen, Arztpraxen und Gesundheitsdienstleistungen bieten, die die dringend benötigte ärztliche Versorgung in unserer Stadt verbessern“, sagt Martin Killinger, der Erste Beigeordnete der Stadt Rutesheim. Zudem werde in diesem Teilbereich eine Bäckerei mit Café entstehen, das nicht nur für die wohnortnahe Grundversorgung sorgen, sondern auch den Quartiersplatz beleben und so einen Ort für Begegnung und Austausch schaffen soll. „Auch der Wunsch nach Mehrgenerationenwohnen wird berücksichtigt“, sagt Killinger. Baubeginn soll im Frühjahr 2027 sein.

Ein Ensemble aus drei Gebäuden mit Gewerbe und Wohnraum

Die Firma Mörk wird das Projekt nach den gemeinsam erarbeiteten Plänen umsetzen. Vorgesehen ist, ein Ensemble aus drei Gebäuden zu errichten. Jedes wird eine Mischung aus Gewerbeflächen und Wohnraum bieten – von förderfähigem Wohnungseigentum bis hin zu großzügigen Dachgeschosswohnungen. Eine Tiefgarage wird Stellplätze für Bewohner und Beschäftigte bieten, während für alle anderen ebenerdige Stellplätze für Autos und Fahrräder vorgesehen sind.

Im westlich gelegenen Gebäude, das an den später gemeinschaftlichen Platz des gesamten Quartiers grenzen wird, ist im Erdgeschoss eine Bäckerei mit Café und Außenbewirtung vorgesehen. „Die Gespräche mit einem potenziellen Interessenten sind sehr weit fortgeschritten“, sagt Killinger.

Auf einigen Flächen hat sich Unkraut einen Lebensraum erobert. Foto: Simon Granville

Über der Bäckerei ist Mehrgenerationenwohnen geplant. So auch im südlich gelegenen Gebäude, das zudem Gewerbeflächen sowie einen Gemeinschaftsraum zum Innenhof bieten wird. Das geplante Ärztehaus wird die beiden Obergeschosse des Gebäudes entlang der Bahnhofstraße einnehmen. Im Erdgeschoss sind gewerbliche Einheiten vorgesehen. „Idealerweise für Therapeuten oder weitere Ärzte“, sagt Martin Killinger. Das Dachgeschoss bietet großzügigere Wohnungen.

Die Hälfte des Wohnraums soll günstiger vermarktet werden

Insgesamt sind in diesem Teilareal aktuell 38 Wohneinheiten in verschiedenen Größen geplant, die unterschiedlichen Lebenslagen gerecht werden sollen – von kleinen Einheiten (ab 35 Quadratmetern) für Singles bis hin zu großzügigen 4- bis 5-Zimmer-Wohnungen für Familien mit flexiblen Grundrissen. Die Leonberger Firma Mörk will etwa 50 Prozent des Wohnraums, also rund 19 Wohneinheiten, als preiswertes Wohneigentum realisieren und will hier einen Nachlass von rund 20 Prozent auf die Verkaufspreise gewähren. Die Größen dieser Einheiten orientieren sich an den Vorgaben für den geförderten Wohnungsbau.

Interessenten für Arztpraxen, Gewerbeeinheiten und Wohneigentum können sich bei Mörk Immobilien telefonisch unter der Rufnummer 0 71 52 / 60 49 83 oder per E-Mail an u.may@moerk.de melden.

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