Stadtentwicklung Neue Strategien für das Gewerbe – Baulücken im Zinsholz schließen

Das Gewerbegebiet Zinsholz in Ostfildern soll attraktiver werden. Foto: Markus Brändli

Über die Zukunft des Gewerbegebiets Zinsholz denken die Planer der Stadt Ostfildern mit Bürgern nach. Hitzeschutz und das Straßennetz sind große Themen.

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

In den Wohn- und Gewerbegebieten Zinsholz schlummern viele ungenutzte Potenziale. Um den Standort attraktiver zu machen und um Baulücken zu schließen, hat die Stadt Ostfildern mit Interessengruppen in einem Workshop Ziele ausgelotet.

 

Die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Zinsholz ist ein wichtiges Impulsprojekt der Stadtentwicklung . Auf rund 20 Hektar vereint das Zinsholz bereits heute Arbeiten, Freizeit und Wohnen. Nun soll ein zukunftsfähiges Konzept entstehen, das diesem vielseitigen Stadtteil neue Perspektiven eröffnet. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Institutionen und lokale Gewerbetreibende gestalten gemeinsam die Zukunft dieses lebendigen Arbeits- und Lebensstandorts. In ersten Workshops haben sie Ideen zusammengetragen.

Wiese und Wäldchen beim Waldheim sollen attraktiver werden. Foto: Markus Brändli

Zinsholz soll attraktiver Standort für Gewerbe bleiben

Ein Ziel des Impulsprojekts Zukunft Zinsholz ist es, weitere Flächen für die Innenentwicklung zu aktivieren. Wie das gelingen kann, skizzierte Carina Hornung, die Leiterin des Fachbereichs Planung bei der Stadt Ostfildern, im Ausschuss für Technik und Umwelt. Ein Baustein ist die Mobilität. Um die Betriebe und Akteure vor Ort besser zu vernetzen, ist es wichtig, das Straßennetz zu optimieren. Um die Erreichbarkeit der Firmen zu verbessern, soll auch die öffentliche Nahverkehr verbessert werden.

Die Vertreter der Interessengruppen möchten das Zinsholz als attraktiven Standort für das Gewerbe erhalten. Dabei soll die Kombination aus größeren und kleineren Betrieben erhalten bleiben. Wohnen, Freizeit und Arbeiten sollen durch behutsame punktuelle Ergänzung an den Quartiersrändern noch besser vernetzt werden.

Gemeinsames Wärmenetz im Zinsholz steht auf der Wunschliste

Zum Zinsholz gehört auch das Areal an der Waldheimstraße mit Wohnhäusern und dem kleinen Wäldchen, das zum Jugend- und Kulturzentrum Zinsholz führt. Bisher wird dieser Schattenraum kaum genutzt. Die attraktive Waldheimwiese zählt zu den attraktiven Grünflächen in Ostfildern. Allerdings sollte sie aufgewertet werden, sind sich die Stakeholder einig.

Ein „klimaresilientes Quartier“ im Zinsholz zu schaffen, schwebt den Planern vor. Die Vernetzung von Wohnen, Freizeit und Arbeiten durch behutsame punktuelle Ergänzung an den Quartiersrändern ist vorgesehen. Außerdem sollen die Grünflächen ergänzt und aufgewertet werden. Das Thema Hitzeschutz steht ebenfalls weit oben auf der Agenda.

Auf der Vorschlagsliste der Interessengruppen steht auch ein gemeinsames Wärmenetz. Ein gemeinsames Wärmenetz könnte sich für die Unternehmen auszahlen. Ob das im Zinsholz machbar wäre, will die Stadt jetzt prüfen. Auf der Wunschliste der Gewerbetreibenden steht ein gemeinsames Marketingkonzept für den Standort. Außerdem gibt es Kritik am Management des Parkraums. Abgestellte Wohnmobile und Sattelzüge sorgen da immer wieder für Probleme. Da will die Stadt nachbessern. Wie geht es nun im Zinsholz weiter? Im nächsten Schritt erarbeiten die städtischen Planer ein Strategiepapier, in dem die Prioritäten festgelegt werden sollen.

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