Im Auftrag des Landkreises Böblingen hat Rutesheim einen sogenannten Bypass für das neue Gewerbegebiet gelegt. Auch der Straßenbelag wurde erneuert.

Die Stadt Rutesheim hat in den vergangenen Monaten im Auftrag des Landkreises Böblingen in der Gebersheimer Straße einen sogenannten Bypass, der künftig das neue Gewerbegebiet verkehrlich entlasten soll, gebaut. In diesem Zeitraum war der Kreisverkehr in Richtung Gebersheim gesperrt. Nun ist er endlich wieder offen.

 

Im Zuge des Projekts wurde zudem der Fahrbahnbelag der Gebersheimer Straße erneuert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 311 000 Euro und werden vom Landkreis erstattet. Zur Jahreswende war es zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen. So hatte die ausführende Firma Strabag mehr Zeit für Arbeiten an einer Gasleitung benötigt, außerdem konnte eine Stromleitung nicht rechtzeitig abgeschaltet werden. Zusätzlich führten schlechtes Wetter und notwendige Änderungen an einer Wasserleitung zu weiteren Verzögerungen.

Dallmayr Vending & Office kommt nach Rutesheim

Der Bau des Bypasses ist der erste Schritt zur Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Gebersheimer Weg“. Insgesamt 5,4 Hektar – 3,7 Hektar im westlichen Bereich und 1,7 Hektar im östlichen Teil – stehen im „Gebersheimer Weg“ künftig für Gewerbe zur Verfügung. 4,9 Hektar davon gehören der Stadt Rutesheim. Ein rund 10 000 Quadratmeter großes Grundstück direkt an der Nordumfahrung, über das die Ferngasleitung von Terranets BW GmbH verläuft, hat die Stadt an Dallmayr Vending & Office zum Jahresende 2025 verkauft.

Damit wird Dallmayr seinen neuen Hauptsitz in strategisch günstiger Lage nahe der Autobahn 8 errichten und seinen bisherigen Standort bis Jahresende 2027 von Friolzheim nach Rutesheim umziehen. Mit dem Schritt investiert Dallmayr nicht nur in Infrastruktur, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Kontinuität, Zukunftsfähigkeit und regionale Verankerung.

„Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Rutesheim ist sehr groß“, heißt es aus der Verwaltung. Insbesondere sei der „Gebersheimer Weg“ gefragt, der in verkehrstechnisch günstiger Lage liege. Davon profitierten Gewerbetreibende, Bürgerinnen und Bürger, denn der Verkehr kann direkt über die Nordumfahrung fließen. Diese 5,4 Hektar sind die letzten Grundstücke, die im Flächennutzungsplan für Gewerbeentwicklung vorgesehen sind. Nachdem man durch den Weggang von Bosch rund 700 Arbeitsplätze in Rutesheim verloren hat, sollen hier möglichst viele neue entstehen. „Neues Gewerbe bringt neue, wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze in die Stadt. Deshalb ist man in der Stadtverwaltung und im Gemeinderat sorgfältig bedacht, was die Vergabe dieser Gewerbegrundstücke angeht“, heißt es aus dem Rathaus.