Stadterneuerung in Stuttgart-Ost Planung für Stöckachplatz kann beginnen

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Der Bezirksbeirat tagt in der Coronakrise und soll den Auftrag für ein Planungsbüro beschließen. 250 000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

Modell des Siegerentwurfs aus dem Jahr 2015. Bei der jetzigen Planung geht es ausschließlich um den Platzbereich. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Modell des Siegerentwurfs aus dem Jahr 2015. Bei der jetzigen Planung geht es ausschließlich um den Platzbereich. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

S-Ost - Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost tagt trotz Coronakrise in der kommenden Woche, um über einige wichtige Themen zu diskutieren und zu entscheiden. Damit die Abstandsregeln für die Mitglieder des Gremiums und für die Besucher in der öffentlichen Sitzung eingehalten werden können, trifft sich der Bezirksbeirat am Mittwoch, 13. Mai, ab 18.30 Uhr ausnahmsweise im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

60 Prozent Zuschuss von Bund und Land

Das wichtigste aktuelle Thema dabei ist die Vergabe von Planungsleistungen für die angestrebte Umgestaltung des Stöckachplatzes im Rahmen des Sanierungsgebiets Stuttgart 29 – Teilbereich Stöckach. Damit rückt die Erfüllung eines der wichtigsten Sanierungsziele – Aufwertung und Neugestaltung des Stöckachplatzes – ein bedeutendes Stück näher. Den entsprechenden Planungswettbewerb hatte bereits im Jahr 2014 das Büro harris + kurrle Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro Jetter Landschaftsarchitekten gewonnen. Eine ergänzende Verkehrsuntersuchung war wie berichtet zu dem Ergebnis gekommen, dass die über den Platz verlaufenden Stadtbahngleise der Linien U4 und U9 nicht mit der Autofahrspur der Hackstraße zusammengelegt werden können, weil der Aufwand dafür und auch das Risiko für Blockaden im Stadtbahnbetrieb zu groß sein würden. Jetter Landschaftsarchitekten sollen nun nach der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung den ursprünglichen Siegerentwurf des Wettbewerbs bis zur Entwurfsplanung und Kostenberechnung ausarbeiten. Dafür sollen Planungsmittel in Höhe von 250 000 Euro bereitgestellt werden. Diese Kosten werden im Rahmen des Bund-Länder-Programms Innenentwicklung – Aktive Stadt- und Ortsteilzentren mit 60 Prozent bezuschusst.

Toiletten für den Park der Villa Berg

Ein weiteres Schwerpunktthema der Sitzung werden die Villa Berg und der zugehörige Park sein. Zum einen wird es dabei um den aktuellen Planungsstand für die Umgestaltung der Villa zu einem Haus für Musik und mehr gehen, vor allem um die künftige Trägerschaft der Einrichtung. Außerdem hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt mögliche Standorte für Toiletten im Park der Villa vorgeschlagen.

Nach der jetzigen Tagesordnung soll es in vielen weiteren Tagesordnungspunkten vor allem um Zuschüsse aus dem Bezirksbudget zu zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr gehen, vom Lukasplatzfest über die Wanderbaumallee und das Brunnenfest bis zum Jubiläum der Mobilen Jugendarbeit und der Langen Ost Nacht. Was davon tatsächlich stattfinden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen.




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