Stadtleben in Stuttgart-Nord Neuer Bürgertreff für ein besseres Miteinander

Von Eva Funke 

Mit dem neuen Treff 64 C wird das Angebot für die Bürger im Stuttgarter Norden erweitert. Ziel ist es, dass die Menschen im Quartier mehr Kontakt zu einander bekommen.

Einweihungsfeier des Treff 64 C mit Silvia Rodrigues und Jörg Günter (v. li). Foto: Eva Funke
Einweihungsfeier des Treff 64 C mit Silvia Rodrigues und Jörg Günter (v. li). Foto: Eva Funke

S-Nord - Klein aber fein: Mit dem „Treff 64 C“ haben hat der Stuttgarter Norden in der Wolframstraße einen neuen ort der Begegnung für die Anwohner. die Hausnummer ist natürlich: 64 C. Vor kurzem wurde der rund 18 Quadratmeter große Raum eingeweiht. Dort sollen sich zum Beispiel Nachbarn zum Schachspielen treffen können, Kinder beim Hausaufgaben machen betreut werden und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen gegeben werden. Platz haben in dem Raum, den die SWSG kostenfrei zur Verfügung stellt, rund zehn Personen. Losgehen soll der Betrieb am 1. August.

Die Idee neben dem Familien- und Stadtteilzentrum einen weiteren Treffpunkt zu bieten, entstand bereits vor drei Jahren. Intention war, dass die Nachbarn Kontakt miteinander bekommen und sich nicht ganz zurückziehen „Vor allem viele ältere Menschen brauchen Unterstützung. Deshalb haben sich Vertreter des das Familienzentrums, der Kirchengemeinden und ehrenamtliche an einen Tisch gesetzt und die Idee für ein Quartierprojekt entwickelt“, sagt Jörg Günter vom Bürgerservice Leben im Alter des Sozialamts. Um zu erfahren, was die Menschen im Quartier brauchen, wurde mehr als hundert Karten mit vier Fragen verteilt.

Gefragt wurde: Was brauchen Sie, um sich in der Nachbarschaft wohl zu fühlen? Welche Angebote und Hilfen würden Ihren Alltag erleichtern? Was können Sie dazu beitragen? Und die Frage nach dem Alter. Das Votum fiel für einen Treffpunkt aus, an dem sich verschiedene Gruppen zusammenfinden können. „Unser Ziel ist es, dass sich durch die Zusammenkünfte eine achtsame Nachbarschaft entwickelt, die sich gegenseitig hilft“, sagt Günther. Was sie dazu beitragen kann? Darüber musste Lore Asch nicht lange nachdenken. als die Planung in die konkrete Phase ging, erklärte sich die 71-Jährige sofort bereit, bei der Beschaffung von Möbeln und einer Kaffeemaschine mitzuhelfen. sie sagt: „Hier leben so viele Nationalitäten zusammen, die sich miteinander arrangieren müssen. Dass es jetzt diesen Raum Raum gibt, in dem sich die Menschen treffen können, ist super.

Der Treff soll von den Menschen aus der Nachbarschaft aufgebaut werden

Bei der Einweihung des „Treff 64 C“ stellte Silvia Rodrigues, Koordinatorin beim Familien- und Stadtteilzentrum Nord (Faz) fest, dass der Raum zusammen mit den Menschen aus der Nachbarschaft aufgebaut werden soll. Einen Belegungsplan mit ersten Veranstaltungen gibt es bereits: Eingetragen hat sich Stromcheck. Dort bekommen Bürger Hinweise, wie Strom gespart werden kann. Bei „Kommit“ gibt es Tipps für Senioren im PC-Bereich, bei Leben im alter Infos für die Alltagsbewältigung . Beim offenen Café können kontakte geknüpft und vertieft werden. Der Treff ist barrierefrei. im Untergeschoss sind eine Teeküche und die sanitären Einrichtungen – erreichbar durch einen Aufzug.

Neben dem Faz und der SWSG sind an dem Projekt unter anderem die beiden Kirchengemeinden, das Freiwilligenzentrum Caleidoskop, die Caritas und das Sozialamt beteiligt.

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