Stadtmarketing Herrenberg Wahl in den Lockdown hinein

Der Rikscha-Service in der Herrenberger Altstadt kam so gut an, dass er nach der Probezeit um mehrere Monate verlängert wurde. Foto: Stadtmarketing

Die Vorsitzende des Herrenberger Stadtmarketings, Sarah Holczer, hat bei der Mitgliederversammlung über ihr erstes Jahr berichtet – das sich beinahe ausschließlich im Lockdown abgespielt hat.

Herrenberg - Gemeinsam anpacken und den Zusammenhalt leben – so fällt Sarah Holczers Resümee zu ihrem ersten, „sehr herausfordernden“ Jahr als Vorsitzende des Herrenberger Stadtmarketing-Vereins (HSM) aus. Quasi direkt nach der Wahl sei es für sie und ihr Team in den ersten Lockdown gegangen, erinnerte die Unternehmerin gleich zu Beginn der virtuellen Jahreshauptversammlung. Dennoch könne das HSM-Team auf eine Vielzahl durchgeführter Aktionen zurückblicken.

 

„Nur in einer großen Gemeinschaft ist man stark“, grüßte auch Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Er meinte dabei nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern alle Herrenbergerinnen und Herrenberger: „Die Stadt sind wir alle miteinander“, betonte er: Alle würden mit ihren Konsumentscheidungen dazu beitragen, wie die Innenstadt zukünftig aussehe, betonte er. Der Wandel habe zwar schon vor Corona begonnen, doch die Pandemie wirke wie ein Brandbeschleuniger. Dennoch sei er auch angesichts der Aktivitäten des Vereins positiv gestimmt. Drei davon hätten ihm besonders imponiert: Die Stempelkarten, mit denen als „Baustellen-Bonbon“ der Einkauf während der Baustellen-Phase versüßt werden sollte, gehörte ebenso dazu wie der Rikscha-Service. Auch die Aktionen, mit denen die Eröffnung der Einzelhandelsgeschäfte im Seeländer-Areal begleitet wurden, bezeichnete er als „richtig stark“.

Kostenlose Beratung zur Einrichtung von Online-Shops

Trotz der aktuell schwierigen Haushaltslage, sei auch im diesjährigen städtischen Etat, der noch in diesem Monat verabschiedet werden soll, erneut ein Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro eingestellt. „Ich bin mir sicher, dass das Geld gut angelegt ist“, betonte Thomas Sprißler.

Auch Lidija Müller, die HSM-Geschäftsführerin, blickte in ihrem Jahresrückblick auf die verschiedenen Aktionen zurück, unter anderem auf den oben genannten täglichen Rikscha-Service, für die Personen- und Güterbeförderung, der nach einem mehrwöchigen Pilotversuch um mehrere Monate verlängert worden war. Besonders das Engagement der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer hob sie hervor. Auch das „Baustellen-Bonbon“ sei ein voller Erfolg gewesen. Über 50 Geschäfte hätten sich beteiligt und unterm Strich seien 8000 Stempelkarten bei der Hauptverlosung im Topf gewesen. Außer den Aktionen rund um die Seeländer-Eröffnung, hätte der Verein auch kostenlose Anzeigenschalten angeboten, eine Gutschein-Plattform und das Angebot „Herrenberg liefert“ auf der HSM-Homepage sowie eine kostenlose Beratung zur Einrichtung von Online-Shops als Corona-Unterstützungsmaßnahmen angeboten.

Bis zum Ende des Jahres soll es einen Stadtgutschein geben

Die im letzten Jahr zum zweiten Mal durchgeführte Nikolaus-Stiefelsuche soll es auch in diesem Jahr geben, blickte Lidija Müller nach vorne. Eines der diesjährigen Schwerpunktprojekte soll zudem ein City-Faltplan sein, der einen Überblick über die in Herrenberg vorhandenen Angebote liefert. Ein neuer Internet-Auftritt soll quasi als „virtuelles Schaufenster“ die Attraktivität der Gäustadt für Besucher steigern. Auch einen Herrenberger Stadtgutschein soll es bis Ende dieses Jahres geben.

Um diese und weitere Aktionen in die Tat umzusetzen, braucht der Verein, der nun 48 Mitglieder zählt, ein schlagkräftiges Führungsteam. Die Amtszeit von Sarah Holczer und Kassier Martin Rosner läuft noch ein Jahr. Herrenbergs Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann als erster Stellvertreter und Mahmut Yardimci als zweiter Vorsitzender wurden wiedergewählt. Diese Wahl, die mittels digitalem Umfragetool durchgeführt wurden, fiel ebenso einstimmig aus wie alle anderen Personalentscheidungen und die Entlastung der Vorstandschaft. Auch die Kassenprüfer Peter Brenner und Werner Rilka bleiben dem Verein treu. Auf dem Posten der Schriftführerin gab es dagegen eine personelle Veränderung, da Charlotte Reichert nicht erneut kandidierte. Melanie Kupi übernimmt diese Aufgabe. Unterstützt wird sie dabei von Tim Rühle, bisher allerdings inoffiziell, bis die Vereinssatzung angepasst wird.

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