Stadtmeisterschaften Pferdemarkt Der RFV-Chefin geht kurz der Puls hoch

Mit ihrem temperamentvollen Ciacomax sicherte sich Lisa Heimann die Bestzeit beim 105-cm-Springen. Foto: Andreas Gorr

Bei den Stadtmeisterschaften im Springreiten räumt das PSZ Benzenbühl wieder ab, doch auch der RFV Leonberg kann zufrieden sein. Ein Schreckmoment erinnert an das Vorjahr

Leonberg: Flemming Nave (nave)

Für einen kurzen Moment erwachten in der Reithalle am Tilgshäusle Erinnerungen an das Vorjahr. Während die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Petra Opalla die Wertung für die zweite Teilnehmerin des 60 cm Springenreitens verkündete, setzte ihr Mikrofon aus. Bei der großen Siegerehrung im Vorjahr hatte ein Ausfall der Musik- und Mikrofonanlage den Stimmbändern der Vorsitzenden bereits alles abverlangt, die Erinnerung kam natürlich auf.

 

„Da ging kurz der Puls“, lachte Opalla, glücklicherweise war der Ausfall nur eine Momentaufnahme. „Bei der Generalprobe hat alles noch funktioniert“, erzählt Opalla. Nach dem Erlebnis im Vorjahr, bei dem ein spontaner Helfer die Technik rettete, hat der Verein vorgesorgt, Opalla verwies auf Techniker Felix: „Wir haben hier einen jungen Mann, ein Mitglied von uns, der die ganze Technik im Vorfeld auseinandergenommen hat.“ So konnten die Meisterschaften schnell wie geplant fortgesetzt werden.

Bei den Kleinsten liegt die Technik im Fokus

Unterstütz von Jörg Widmaier Reitsportzentrum Benzenbühl wurden vier Springerklassen bewertet. Die jüngsten Teilnehmer, die zum Großteil auf Schulpferden des Reit- und Fahrvereins teilnahmen, wurden mit einer Stilnote bedacht anstatt nach der schnellsten Zeit bewertet zu werden. Ziel sei es, erklärte Opalla, dass die Jüngsten vor allem lernen und sich verbessern sollen. Die beste Wertung sicherte sich mit Lena Kiesel eine Reiterin aus dem Benzenbühl-Team, die mit der Note 7,4 knapp vor Pauline Schleicher vom RFV einritt. Lenja Kierstein holte mit der Wertung 6,9 den dritten Platz, ebenfalls für den RFV.

Mit deutlichem Vorsprung verteidigt Michelle Schmidt Platz eins über 80 cm. Foto: Andreas Gorr
Drei Pferde, zwei Podestplätze: Alexandra Spiess Foto: Andreas Gorr

Benzenbühl dominiert ein fehlerhaftes 105 cm Springen

Beim 105 cm Springen, der Disziplin mit den höchsten Hindernissen, häuften sich dann die Fehler. Während Ina Kurz (RFV) aufgrund der Weigerungen ihres Pferdes unbewertet blieb, gelang nur drei von sechs gewerteten Reitern ein makelloser Durchgang. Sumea Rahmanovic (RC Riedhöhe) sowie Ingrid Langrock (PSZ) unterlief jeweils ein Fehler, Lisa Diebold (PSZ) schaffte zwar die Bestzeit, musste dafür allerdings gleich zwei Fehler in Kauf nehmen. Die ersten drei Plätze gingen allerdings nach Benzenbühl, Sophia Arnold (47,60) und der einzige männliche Teilnehmer Max Allgöwer (46,59) landeten hinter Siegerin Lisa Heimann (43,94). Mit einem ersten und drei zweiten Plätzen schnitt der RFV Leonberg gut ab, das Wichtigste für Petra Opalla war aber, dass Ross und Reiter allesamt unverletzt bleiben. Die funktionale Technik erfreute da natürlich zusätzlich.

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