Stadtranderholung Leonberg Musik, Matratzenlager und Maislabyrinth

Von Marie Part 

Bei der Stara der Lebenshilfe ist ganz schön was geboten.

Die Kinder und Jugendlichen der Stara haben viel Spaß. Foto: factum/
Die Kinder und Jugendlichen der Stara haben viel Spaß. Foto: factum/

Leonberg - Das Gelächter ist schon von weitem zu hören. Fröhlich sitzen die Kinder in einem Kreis und warten ungeduldig darauf, dass es endlich losgeht. Denn sie erwarten einen besonderen Gast – Oberbürgermeister Martin Georg Cohn kommt zu Besuch. Als der OB endlich durch die Tür kommt, sind die Kinder ganz aufgeregt. „Hallo Herr Bürgermeister“, sagt ein kleines Mädchen und strahlt den Rathauschef an. Natürlich haben die Kinder etwas vorbereitet, um ihren Gast gebührend zu empfangen. Fröhlich fangen sie an, „Aramsamsam“ zu singen und kurz darauf singt Cohn begeistert mit.

Unterstützung der Eltern

Die Stimmung bei der Stadtranderholung (Stara) der Lebenshilfe im Ökumenischen Zentrum im Ezach ist ausgelassen. Zusammen mit den Kindern singt der Oberbürgermeister fröhlich ein Lied nach dem anderen und bedankt sich auch ganz herzlich bei den ehrenamtlichen Betreuern. „Die Stadtranderholung ist ein sehr wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft. Es ist wichtig, die Eltern der Kinder zu unterstützen und es ist wirklich toll, dass ihr den Kindern so ein tolles Ferienprogramm anbietet“, sagt Cohn an die Helfer gerichtet. Als er zwei Kinder kurz vor seinem Aufbruch fragt: „Warum hast du Gummistiefel an und du Flipflops?“, ist das Gelächter groß.

Nach dem Besuch des Oberbürgermeisters steht für die Kinder noch einiges mehr auf dem Programm. „Nach dem Mittagessen gehen wir noch ins Maislabyrinth nach Ditzingen“, erzählt Laura Putze. Sie ist die Leiterin der Stadtranderholung der Lebenshilfe und ist schon seit vielen Jahren bei der Stara dabei. Dieses Jahr kümmern sich die Betreuer um 32 Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die zwischen fünf und 19 Jahre alt sind.“ „Bei uns ist jeder Betreuer für ein bis zwei Kinder zuständig. Denn viele Kinder haben einen hohen Betreuungsbedarf“, erklärt die junge Frau.

Flughafenführung und Lama-Wanderung

Das 19-köpfige Team legt sich wirklich ins Zeug, um die Kinder zu unterhalten. Die Betreuer lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Lächelnd erzählt Laura Putze: „Dieses Jahr gehen wir mit den Kindern viel in den Wald und ins Schwimmbad. Wir machen aber auch mal eine Flughafenführung und sogar eine Lama-Wanderung.“ Den großen koordinatorischen Aufwand, der mit den vielen Ausflügen verbunden ist, sieht sie gelassen. „Ich finde es toll, dass die Kinder sich für alles begeistern, was wir anbieten. Ihr Strahlen bestätigt mich in dem, was ich tue.“

Einmal in der Woche dürfen die Kinder zusammen mit den Betreuern im Ökumenischen Zentrum im Ezach übernachten. „Die Übernachtung ist immer ein ganz besonderes Erlebnis für die Kinder. Wir machen dann ein riesiges Matratzenlager, gucken zusammen Filme an oder machen eine Schnitzeljagd“, sagt die Stara-Leiterin. „Natürlich macht in der Nacht niemand ein Auge zu, aber das ist nicht schlimm“, sagt Laura Putze lachend.

Ehrenamtliche gesucht

Es gibt allerdings nicht nur schöne Momente. „Wenn die ehrenamtlichen Betreuer plötzlich nicht mehr kommen, haben wir ein großes Problem. Das reißt dann ein Loch in unsere ganze Planung“, sagt Laura Putze nachdenklich. „Es wird immer schwieriger, ehrenamtliche Betreuer zu finden. Ich muss zunehmend die Werbetrommel rühren, damit sich Freiwillige bei mir melden.“

Doch trotz zunehmenden Betreuermangels sieht die junge Stara-Leiterin Laura Putze positiv in die Zukunft. „Unsere Betreuung ist bewährt, sicher und liebevoll. Die meisten Betreuer sind schon viele Jahre dabei, weil ihnen die Arbeit mit den Kindern so großen Spaß macht und haben deshalb auch viel Erfahrung. über die Zeit gesammelt. Und das gilt es voranzutreiben.“




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