Stadtteilzentrum „Zuffen-Haus“ geplant

Die Stadt hat zwei Grundstücke an der Elsässer Straße gekauft. Sie grenzen direkt an das Gebäude Lothringer Straße 13A (rechts im Hintergrund). Foto: Bernd Zeyer
Die Stadt hat zwei Grundstücke an der Elsässer Straße gekauft. Sie grenzen direkt an das Gebäude Lothringer Straße 13A (rechts im Hintergrund). Foto: Bernd Zeyer

An der Elsässer Straße soll eine neue Kita gebaut und in Verbindung mit dem Gebäude an der Lothringer Straße 13A ein Stadtteilzentrum eingerichtet werden.

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Zuffenhausen - Im Rahmen des Sanierungsvorhabens Zuffenhausen 8 soll auch das Gelände zwischen Unterländer Straße, Colmarer Straße, Lothringer Straße und Elsässer Straße neu geordnet werden. Dort möchte die Stadt ein „Stadtteilhaus“ bauen, in das eine viergruppige Kindertagesstätte und ein Familienzentrum ziehen sollen. Mitarbeiter aus dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung haben das Projekt vor kurzem im Bezirksbeirat vorgestellt.

Das Gebäude Lothringer Straße 13A soll saniert werden

„Zuffen-Haus“, so könnte die Einrichtung später einmal heißen. Bis dahin ist es freilich noch ein langer Weg. Immerhin, ein erster Schritt ist bereits getan: Die Stadt hat die beiden Grundstücke Elsässer Straße 6 und Elsässer Straße 6/1 gekauft. Sie grenzen direkt an das Gebäude Lothringer Straße 13A an, das in das Projekt miteingebunden werden soll. Momentan sind dort die Mobile Jugendarbeit, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) sowie eine Sonderschul-Klasse der Albert-Schweitzer-Schule untergebracht. Im gesamten Gebäude, das erläuterte Astrid Schmelzer vom Stadtplanungsamt, gebe es einen Sanierungsstau. Die Innenausstattung sei in die Jahre gekommen, die Haustechnik veraltet und ein Balkon nicht mehr begehbar. Grundsätzlich habe es zwei Denkansätze gegeben: Abriss oder Sanierung. Nach einem Abriss allerdings lasse das Planungsrecht einen Neubau in gleicher Größe nicht zu. Deshalb, und weil das Haus aus dem Jahr 1928 über eine solide Bausubstanz verfüge, habe man sich für die Totalsanierung entschieden.

Laut Schmelzer ist die Stadt momentan noch in Gesprächen mit den drei Nutzern der Lothringer Straße 13A, es habe auch schon gemeinsame Workshops gegeben. Mobile Jugendarbeit und Albert-Schweitzer-Schule scheinen zu signalisieren, dass sie auch weiterhin im Haus bleiben. Die Awo hingegen ist schon etwas länger auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Sie nutzt das Gebäude seit 1975, momentan ist dort ein Begegnungs- und Servicezentrum untergebracht. „Wir möchten auf jeden Fall raus“, sagt Angelika Stepper-Wolf. Man habe auch schon etwas Neues in Aussicht, noch werde allerdings verhandelt.

Neue Kita soll vier Gruppen bekommen

Die geplante Kita soll auf dem Grundstück Elsässer Straße 6/1 errichtet werden. Die beiden von der Stadt erworbenen Grundstücke sind momentan unbebaut und ungenutzt, auf einem gibt es lediglich einige Parkplätze. Das eingeschossige Kita-Gebäude wird nicht direkt an die Lothringer Straße 13A angedockt, die beiden Häuser werden aber dicht beisammen stehen und bekommen einen Verbindungsgang. Ins Kita-Gebäude sollen vier Gruppen ziehen. Als Außenspielbereich könnten die Kinder einerseits den Garten, andererseits eine Dachterrasse nutzen. Die Lothringer Straße 13A soll einen Aufzug bekommen und komplett behindertengerecht umgebaut werden.

Zunächst war auch überlegt worden, ob die neue Tagesstätte an die bereits bestehende Kita Elsässer Straße 8 angebunden werden kann. Diese Idee war allerdings bei der Kita auf wenig Gegenliebe gestoßen und deshalb wieder fallen gelassen worden. Da dort bereits acht Gruppen betreut werden, so die Begründung, wäre eine Erhöhung auf 12 Gruppen pädagogisch und auch verwaltungstechnisch kaum sinnvoll.

3,26 Millionen Euro, so die Schätzung, kostet der Umbau der Lothringer Straße 13A. 36 Prozent davon würden Bund und Land tragen. Der Kita-Neubau schlüge mit gut zwei Millionen Euro zu Buche, hier würden sich Bund und Land mit 25 Prozent beteiligen. Was die Kita angeht, so sind Mittel für den kommenden Doppelhaushalt angemeldet. Für den Umbau der Lothringer Straße 13A ist noch kein Finanzierungsbedarf angemeldet worden. Das Stadtplanungsamt möchte erst das Ergebnis der Gespräche mit den Nutzern abwarten.




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