Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim 30 Millionen für Straßenbau und Fernwärme

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Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim haben 2017 viel vor: das Leitungsnetz soll weiter saniert werden und der Anteil der erneuerbaren Energie deutlich wachsen. In der Marbacher Straße ist mit Engpässen zu rechnen: dort beginnt der Radwegebau.

Wer regelmäßig die Marbacher Straßen passiert, muss mit Einschränkungen rechnen: von April an wird   ein  neuer Radweg gebaut. Foto: factum/Granville
Wer regelmäßig die Marbacher Straßen passiert, muss mit Einschränkungen rechnen: von April an wird ein neuer Radweg gebaut. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Stadt und Stadtwerke wollen 2017 etwa 30 Millionen Euro für Straßenbau, den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Sanierung von Strom- und Gasleitungen investieren. Die Autofahrer wird das nicht freuen, denn es wird Staus geben. Zum Beispiel auf der Schwieberdinger- und der Aldinger Straße in Ludwigsburg sowie der Stuttgarter Straße in Kornwestheim. Besonders lange werden die Arbeiten an der Marbacher Straße dauern, wo ein Radweg gebaut und – mit einjähriger Verzögerung – die Neckarbrücke saniert wird.

Kreisverkehr an der Aldinger Straße

Gegenwärtig herrscht „Eiszeit“ beim Straßenbau: Angesichts der nahezu arktischen Temperaturen fahren zwar die Heizkraftanlagen der Stadtwerke Ludwigsburg Kornwestheim (SWLB) Spitzenlasten, aber an Tiefbauarbeiten ist nicht zu denken. Mit den meisten Bauprojekten soll im April begonnen werden – weil der Boden bis dahin frostfrei sein sollte und weil sich dann viele Bürger in den Osterferien befinden.

Bei den größeren Projekten wie etwa die Umwandlung der Kreuzung Aldinger- und Danziger Straße in einen Kreisel, werde man die Ferienzeit für die Einrichtung der Baustelle nutzen, sagt Dieter Könnel, der Abteilungsleiter Planung und Bau bei den SWLB. Bis dann die Urlauber wieder zurück seien, werde sich die neue Verkehrsregelung etwas eingespielt haben.

„Ganz staufrei wird es aber sicher nicht gehen“, sagte Martin Renz, Projektleiter im Ludwigsburger Fachbereich Tiefbau und Grünflächen. Es sei an dieser Stelle nicht möglich, den Verkehr auf zwei Spuren zu verlagern, deshalb werde eine Ampelschaltung nötig. Die Bauzeit wird auf acht Monate geschätzt. Die Stadt Ludwigsburg zahlt eine Million Euro, die Stadtwerke steuern weitere 342 000 Euro bei.

Auch an der Schwieberdinger Straße wird in diesem Jahr erneut eine große Baustelle eingerichtet. Von 18. April an werden auf einer Länge von 900 Metern die Versorgungsleitungen unter der Erde und der Fahrbahnbelag erneuert. Die Bauzeit wird auf sechs Monate geschätzt, die Kosten betragen 1,15 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass es so gut läuft wie bei der ersten Etappe 2016“, sagt Renz. Diese sei letztlich reibungsloser als befürchtet abgegangen.

Eine besondere Herausforderung stellen die Konzepte für den Umbau der Marbacher Straße dar. Zum einen wird die Brücke zum Stadtteil Neckarweihingen hin saniert, zum anderen wird ein Radweg eingerichtet, was keine durchgängigen Arbeiten, aber viele einzelne Eingriffe nötig macht. Die Experten sind deshalb vorsichtig bei der Prognose: „Die Arbeiten können bis ins Jahr 2018 hinein gehen“ sagt Peter Danylak, der technische Leiter der SWLB. Die Kosten betragen 1,8 Millionen Euro.

Deutlich kürzer werden die Bauarbeiten an der Stuttgarter Straße in Kornwestheim ausfallen: Die Baustelle zwischen Zeppelin- und Bahnhofstraße soll erst in den Pfingstferien – am 6. Juni – eingerichtet werden. Bereits nach 16 Wochen sollen die Gas- und Wasserleitungen auf dem 170 Meter langen Abschnitt ausgetauscht sein. Kosten: 250 000 Euro.

Fernwärmeleitungen in der Weststadt

Bei der Versorgung mit Wärmeenergie liege der Anteil der Fernwärme bisher noch bei einem Anteil von 20 Prozent, sagt Bodo Skaletz. „Das ist noch ausbaufähig“, meint der SWLB-Geschäftsführer. Darum werde im neuen Jahr viel in den Ausbau des Fernwärmenetzes investiert. So sollen etwa das Gebiet Muldenäcker, das Max-Maier-Areal in der Weststadt sowie das Bildungszentrum West angeschlossen werden. Mit der Anbindung des Schulzentrums bereite man sich auf die Zeit der Sanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums vor, sagt Könnel. Bisher seien die Schulsporthallen und die Rundsporthalle an die Wärmeversorgung des Gymnasiums gekoppelt. Darum sollten zunächst diese Anlagen – und nach der Sanierung dann auch das Gymnasium – ans Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Auch in die Stromversorgung wird investiert: Für 700 000 Euro wird eine 1300 Meter lange Leitung zwischen Umspannwerk Hoheneck und Umspannwerk Ludwigsburg-Nord installiert.




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