Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim wollen erneuerbare Energien vor Ort besser einbinden und das Stromnetz stärken.

Ludwigsburg: Sabine Armbruster (sar)

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und ihre Tochtergesellschaft, die SWLB Nachhaltige Erzeugungsanlagen GmbH (NEA), bauen im kommenden Jahr auf dem Gelände ihres hauseigenen Holzheizkraftwerks im Luwigsburger Südwesten einen Stromspeicher mit einer Leistung von 1,3 Megawatt und einer Kapazität von fünf Megawattstunden.

 

Die Containerlösung auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) ist nach Angaben des Unternehmens Teil eines größeren Konzepts, mit dem die Stadtwerke in den kommenden Jahren mehrere dezentrale Speicher im Stadtgebiet realisieren wollen. Der Speicher beim Holzheizkraftwerk soll im kommenden Jahr auch schon in Betrieb gehen.

„Eröffnet Spielräume am Energiemarkt“

Ziel ist es, die regionale Integration erneuerbarer Energien zu stärken, Flexibilität bereitzustellen und das Stromnetz zu stabilisieren. „Mit dem neuen Stromspeicher schaffen wir eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Netz abfedert und gleichzeitig neue Spielräume am Energiemarkt eröffnet“, erklärt SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider. „Die Investition ist Teil unserer Strategie, regionale Energieerzeugung, Speicherung und intelligente Netze zu verbinden“, ergänzt Sebastian Heß aus der Abteilung Strategie und Unternehmensentwicklung der SWLB. Hinzugezogen wurde eine Planungsgruppe aus Nagold, die sich um Planung, Genehmigungsverfahren und die Integration von Cybersicherheitsstandards kümmert.

Weitere Anlagen sollen folgen

Mit dem Projekt will die SWLB nicht nur ihre Unabhängigkeit stärken, sondern auch einen Beitrag zur lokalen Energiewende und zum Aufbau dezentraler Flexibilitätsreserven leisten. Dem ersten Speicher sollen, so die aktuelle Planung, weitere Anlagen mit mehreren Megawatt Leistung folgen. Perspektivisch prüft die SWLB zudem den Einsatz von neuen Zell-Techniken wie Natrium-Ionen-Technologien, um die Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit weiter auszubauen und die Ressourcenherkunft aus Europa zu stützen.