Viele Ideen von Menschen, die in der Parksiedlung leben, sind in die Neugestaltung des Herzog-Philipp-Platzes eingeflossen. Jetzt steht der Vorentwurf.

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

Mit einem Erlebnispfad für Familien will die Stadt Ostfildern den Herzog-Philipp-Platz in der Parksiedlung aufwerten. Im Gemeinderat stellte Reinhardt Kampmann. der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, die Pläne vor. Ziel der Stadtplaner ist es, den Platz autofrei zu halten und eine möglichst gute Aufenthaltsqualität zu schaffen.

 

Mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung hat die Stadt Ostfildern die Pläne für die Neugestaltung des Herzog-Philipp-Platzes in der Parksiedlung auf den Weg gebracht. Bislang wird die Aufenthaltsqualität auf dem Platz durch parkende Autos erheblich eingeschränkt. Das soll nach Kampmanns Worten anders werden. In der Sitzung des Gemeinderats im Stadthaus stellte er die Pläne vor.

Platz wird autofrei

Ein Kernpunkte der neuen Planung ist, dass der Platz autofrei werden soll. Parkplätze sind an den Platzrändern geplant. „Die Parkzeit wird tagsüber zeitlich begrenzt“, kündigte Kampmann an. In dem kleinsten Stadtteil Ostfilderns sind Stellplätze knapp. Mit einer Promenade als „großzügiger und sicherer“ Durchgang soll der Platz Struktur bekommen. Im Nordteil ist ein großer Platzbereich mit einem Pavillon geplant; im Südteil ist eine Grünfläche vorgesehen. Diese soll von 1800 auf 2200 Quadratmeter vergrößert werden. Ein zentrales Gestaltungselement ist der Aktiv- und Erlebnispfad.

Der Platz soll das grüne Zentrum der Parksiedlung bleiben. Foto: Markus Brändli

„Wir wollen für die Menschen, die in der Parksiedlung leben, eine „lebendige und multifunktionale Aufenthaltsfläche“ schaffen, fasste Kampmann die Pläne zusammen. Der Herzog-Philipp-Platz soll ein Treffpunkt für alle werden. Mit dem bestehenden Schachbrett, Wasserspielen und Aufenthaltsflächen wollen die Planer Generationen ansprechen. Ein großes Thema sind kühle Schattenplätze, die in Zeiten des Klimawandels überall in der Stadt geschaffen werden. Neben dem Wochenmarkt sollen auf dem Platz Stadtteilfeste und kleinere Veranstaltungen stattfinden. Damit das ganzjährig möglich ist, haben die Planer einen Pavillon vorgesehen.

Angebot für alle Generationen

Da in der Parksiedlung viele Familien in Geschosswohnungen leben, ist den Planern eine große Grünfläche besonders wichtig. Ein Aktionspfad soll den Menschen Lust machen, sich zu bewegen. Mit diesem Angebot will Kampmann alle Generationen ansprechen.

Ein großes Thema auf dem Herzog-Philipp-Platz ist die Infrastruktur. Ein wichtiger Baustein des Mobilitätskonzepts der Stadt ist es, möglichst viele Menschen zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen. Carsharing, ein Lastenrad und andere Angebote sollen Alternativen zum eigenen Auto bieten. Da die Stadtbahnhaltestelle Parksiedlung nur wenige Gehminuten entfernt ist, ist es ein zentrales Ziel, die Verkehrssysteme zu vernetzen.

Nach einer ersten Prognose schlägt die Neugestaltung der rund 5800 Quadratmeter großen Fläche mit rund zwei Millionen Euro zu Buche. Dabei sind die Kosten für den Pavillon noch nicht eingerechnet. Aus Mitteln des Sanierungsprogramms des Landes Baden-Württemberg rechnet die Stadt mit Fördergeldern von 800 000 Euro. Der nächste Schritt ist nun nach Kampmanns Worten die Entwurfsplanung. Auf dieser Basis werden die Kosten genauer berechnet. Zwar sei die umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger abgeschlossen, sagt Kampmann: „Detailfragen werden wir aber weiterhin mit einer kleineren Gruppe von Menschen diskutieren, die an der Neugestaltung des Stadtteils mitwirken wollen.“