Die Filmemacherin Wiltrud Baier von Böller und Brot hat sich im Supermarkt zum Kinobesuch bekehren lassen. Foto: Achim Zweygarth
Es gab mal eine Zeit, da hätte ich wirklich alles darum gegeben, einen „Star Wars“-Film sehen zu dürfen, den allerersten nämlich. Wie schön und wunderbar habe ich mir den ausgemalt. Und scheiterte an der Altershürde. Ich war zehn Jahre alt, und das Kino begriff nicht, wie wichtig die Inaugenscheinnahme dieser fantastischen Welt für mich gewesen wäre. Die wollten mich nicht reinlassen!

Also beschloss ich, mir auch künftig „Stars Wars nur auszumalen und nicht anzuschauen. Diesem Vorsatz blieb ich fast vier Jahrzehnte lang treu. Bis ich kürzlich im Supermarkt in eine Sonderaktion geriet: als Einkaufsprämie bekommt man da eine Star-Wars-Sammelkarte. Lauernde Kinder schwatzen Erwachsenen diese Beute gleich wieder ab. Das hat mich so fasziniert, dass ich meine Karte nicht hergeben konnte. Ich habe die Urmutter aller Star-Wars-Begeisterung gezogen, Prinzessin Leia. Der habe ich gelobt, meine „Star Wars“-Pause zu beenden und mir den neuen Film anzuschauen.