Mindestens fünf Menschen sind bei Überschwemmungen auf der indonesischen Insel Java ums Leben gekommen. Etwa 200.000 Menschen sind von den Überflutungen betroffen.

Jakarta - Bei schweren Überschwemmungen auf der indonesischen Hauptinsel Java sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Fast alle Opfer seien am Wochenende ertrunken, sagte der Gouverneur von Jakarta, Anies Baswedan. Mindestens 200.000 Menschen seien seit Samstag von den durch massive Regenfälle ausgelösten Überflutungen rund um die Hauptstadt und angrenzende Regionen betroffen gewesen, teilte der Katastrophenschutz mit.

 

Während die Fluten in Jakarta zurückgegangen seien, stünden Teile der nahe gelegenen Städte Bekasi, Karawang und Tangerang noch immer unter Wasser, hieß es am Dienstag. In der Provinz West-Java trat der Fluss Citarum über die Ufer. Auf Fotos war zu sehen, wie Menschen durch hüfthohes Wasser wateten. Anwohner wurden mit Booten in Sicherheit gebracht.

Die Wassermassen haben seit dem Wochenende Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Dutzende Stadtteile der 10-Millionen-Metropole Jakarta waren betroffen. In dem südostasiatischen Land kommt es in der Regenzeit zwischen Oktober und April häufig zu heftigen Niederschlägen, Überflutungen und Erdrutschen.