Stars im Traumpalast Leonberg Zwei Männer verzücken Kino-Freunde

Matthias Schweighöfer (rechts) und Florian David Fitz (Mitte)  inmitten von vielen Frauen – und ein paar Männern. Foto: factum/Bach
Matthias Schweighöfer (rechts) und Florian David Fitz (Mitte) inmitten von vielen Frauen – und ein paar Männern. Foto: factum/Bach

Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz stellen ihren Film „100 Dinge“ vor.

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Leonberg - Was für ein Trubel, was für eine Aufregung – vor allem unter den Frauen. Verständlich, schließlich bekommt der Traumpalast in Leonberg nicht täglich Besuch von zwei Filmstars, die viele Herzen höher schlagen lassen: Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer. Mit mehreren großen Limousinen kommen sie filmreif vorgefahren. Im Gepäck haben sie ihren neuesten Streifen „100 Dinge“.

Worum geht es in dem Film? Toni (Matt­hias Schweighöfer) liebt seine Espressomaschine. Paul (Florian David Fitz) liebt sein Handy. Toni kann nicht ohne Haarpillen, Paul nicht ohne seine heiligen Sneakers. Aber vor allem kann Paul nicht ohne Toni und Toni nicht ohne Paul. Aber das wissen sie nicht. Immer geht es darum, wer besser oder cooler ist, und das haben sie nun davon: Jetzt sitzen sie da, ohne Möbel, ohne Kleidung, nackt und verfroren. Und das ist erst Tag eins. 100 Tage, haben sie gewettet, müssen sie auf alles verzichten. Jeden Tag kommt nur ein Gegenstand zurück. Und schon verheddern sie sich in Fragen, die ihnen vorher nie gekommen sind: Was braucht man wirklich? Besitzen wir unsere Dinge oder unsere Dinge uns? Gibt es den freien Willen überhaupt, und wie oft kann man eine Unterhose wenden, bevor sie auf den Sondermüll muss?

Kein Schulfernsehen

„Ich hab so eine kleine Box, wo ich Themen drin habe. Und Konsum war da schon länger drin. Ich dachte mir, das wär mal was, wo man versuchen könnte, eine Komödie draus zu machen“, sagt Florian David Fitz lächelnd. Ein dreiviertel Jahr schrieb er am Drehbuch. Was ihn an seiner Recherche überrascht hat: „Wenn wir alle nur zehn Jahre zurückblicken, da haben wir ganz anders gelebt. Blicken wir 20 Jahre zurück ist das schon fast Steinzeit. Die Welt verändert sich so schnell und ich bekomme es gar nicht mit.“ Besaßen die Urgroßeltern im Schnitt 57 Dinge, die Großeltern 200 und die Eltern 600, so sind es heute im Schnitt 10 000 Dinge, die viele ihr eigen nennen.

Als Botschaft möchte Florian David Fitz seinen Film nicht verstanden wissen: „Das klingt so nach Schulfernsehen.“ Wie sein Film beim Publikum ankommt, das ist ­jedoch etwas, was ihn durchaus reizt. „Das Tolle bei der Kinotour ist, dass wir die Leute nach dem Kinofilm sehen. Wenn sie tatsächlich berührt und begeistert sind, so ist das für uns die Belohnung und der Applaus, den wir sonst nicht kriegen.“

„Seid ihr echt?“

Und belohnt wurden Fitz und Schweighöfer in Leonberg ganz großartig. Beide Kinosäle besuchten sie mit Ende der Filmvorführung. „Seid ihr echt?“, dröhnte es da aus einer der Sitzreihen. „Wir sind Avatare“, sagt Fitz schlagfertig. Und weiter: „Eine einfach wahnsinnig gute 3D-Projek­tion. Ihr habt echt ein tolles Kino.“ Und, Matthias Schweighöfer lachend: „Sehr lustig, hatten wir auch noch nie – seid ihr echt – das ist echt der Knaller.“

Körperlichen Einsatz zeigten die beiden abschließend auch beim Selfie- und Unterschriften-Marathon im Eingangsbereich des Kinos. Geduldig widmeten sie sich ihren Fans, um dann ihre Weiterreise nach Frankfurt anzutreten. „Wir kommen wieder“, betonte Matthias Schweighöfer.




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