Start in die Fußball-Bundesliga Diese Ziele verfolgen der SC Freiburg und die TSG Hoffenheim

Der SC Freiburg hat sich erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert, die TSG Hoffenheim ist recht knapp dem Abstieg entronnen. Foto: imago/Gerd Gruendl

Die badischen Bundesligisten SC Freiburg und TSG Hoffenheim haben höchst unterschiedliche Spielzeiten hinter sich. Entsprechend gehen die Zielsetzungen für die neue Saison auseinander.

Sport: Dirk Preiß (dip)

Die Saison hat noch gar nicht begonnen, da hat der SC Freiburg schon die erste Niederlage kassiert. Lediglich auf dem Transfermarkt zwar und noch dazu gegen den ruhmreichen FC Barcelona – und doch ist der Schmerz groß im Breisgau. Nach dem Wechsel von Noah Darvich.

 

Der ist zwar erst 16 Jahre alt, seine Perspektiven allerdings gelten als blendend. In der Vorbereitung zur neuen Saison hatte der Kapitän der deutschen U-17-Auswahl Kontakt zur Profimannschaft der Freiburger aufgenommen, nun aber wird er in Barcelonas Akademie „La Masia“ ausgebildet. „Die Türen in Freiburg sind nicht zugeschlagen“, sagte der SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach, der immerhin bis zu fünf Millionen Euro verbuchen kann, „sondern nur angelehnt.“ Immerhin, die Planungen für die neue Runde in der Fußball-Bundesliga beeinflusst dieser Verlust eines Toptalents erst einmal nur bedingt. Denn der Sportclub hat sein Erfolgsteam der vergangenen Jahre erneut weitgehend beisammen halten können.

Von den Stammkräften der Rückrunde hat lediglich Torhüter Mark Flekken den Club verlassen – zum FC Brentford, wohin auch der bislang verliehene Kevin Schade nun fix gewechselt ist. Den Freiburgern bringt das Einnahmen von fast 40 Millionen Euro, von denen nur ein Teil reinvestiert wurde. In Stürmer Junior Adamu (6 Millionen Euro/Red Bull Salzburg) und Torhüter Florian Müller (1,5/VfB Stuttgart). Zudem kam Rechtsverteidiger Hugo Siquet von Cercle Brügge.

Die TSG holt Wout Weghorst

Mit diesen zarten Kaderkorrekturen – Topjoker Nils Petersen beendete seine Karriere – will der SC erneut eine Dreifachbelastung bewältigen und in allen Wettbewerben (Bundesliga, DFB-Pokal, Europa League) überzeugen. „Wir gehen immer mit dem Ziel in die neue Saison, im Jahr darauf wieder in der Bundesliga zu spielen“, sagt Trainer Christian Streich. „Und dann versuchen wir, so gut wie möglich Fußball zu spielen. Das sind die beiden Ziele, die immer ganz oben stehen.“

Was in Freiburg nach Understatement klingt, ist beim badischen Rivalen Realität. Nach dem knapp erreichten Klassenverbleib will die TSG Hoffenheim nun früher das Thema Abstieg hinter sich lassen und den Blick wieder eher nach oben richten.

Ersetzt werden muss dabei vor allem Christoph Baumgartner. Der Österreicher ist für 24 Millionen Euro zu RB Leipzig gewechselt. Neu im Kraichgau dagegen sind Attila Szalai (kam für rund 12 Millionen Euro von Fenerbahce Istanbul), Marius Bülter (3/FC Schalke 04) – und Wout Weghorst. Der 31-jährige Niederländer kommt leihweise vom FC Burnley. TSG-Sportdirektor Alexander Rosen bezeichnete den Transfer als „beachtlich und außergewöhnlich“. Zurückgekehrt von Ajax Amsterdam ist Florian Grillitsch. „Mutig, offensiv und frisch“ – so beschreibt Trainer Pellegrino Matarazzo die TSG. Er weiß aber auch: „Attraktivität ohne Ergebnisse geht nicht.“

Zum Start treffen die badischen Kontrahenten am Samstag (15.30 Uhr) übrigens gleich aufeinander.

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