Start-up in Israel Ein französischer Autobauer hatte eine ähnliche Idee

Politik/ Baden-Württemberg: Rainer Pörtner (pö)
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Der französische Automobilkonzern Renault baut seit 2011 ein Elektroauto unter dem Namen „Twizy“, in dem ebenfalls zwei Sitzplätze hintereinander angeordnet sind und die vier Räder nicht von der Karosserie ummantelt sind. Allerdings ist die Achsbreite mit rund 1,60 Meter starr. Twizy braucht deshalb so viel Parkraum wie ein normales Auto. „Wir glauben, unser Transformer ist besser als Twizy“, sagt Formoza.

Während ein normaler Mittelklassewagen aus rund 20 000 Teilen zusammengesetzt sei, solle der „Transformer“ aus lediglich tausend Teilen bestehen. „Man braucht keine Fertigungsstraße, um das zu bauen“, verspricht Formoza. Die Montage soll so einfach sein, dass die Firma nur Module vorfertigt, im Empfängerland oder beim Verkäufer vor Ort wird das Fahrzeug dann zusammengesetzt. Drei Profis würden das binnen eines Tages schaffen. Die Israelis denken darüber nach, ihr Fahrzeug nicht über den klassischen Autohandel, sondern über Fahrrad-Läden zu vertreiben. „Das sind Leute“, so Goldwine, „die sich mit dem Zusammenschrauben bestens auskennen.“

Der Wagen soll anfangs 8000 Euro kosten

Bisher gibt es das Fahrzeug nur auf dem Reißbrett. Drei Jahre würde es noch dauern, Marktreife zu erreichen. Der Preis soll anfangs bei 10 000 US-Dollar (8000 Euro), später bei 8000 Dollar (6500 Euro) liegen. Mit zunächst 150 Fahrzeugen wollen die Israelis in den Markt gehen. Die Investitionskosten eines solchen „Light Cars“ sind im Vergleich mit klassischen Autos niedrig, rund zehn Millionen Dollar müssten vorfinanziert werden. Das Sechs-Mann-Team von „City Transformer“ sucht dafür Investoren oder Partner, die das Fahrzeug mit eigenem Design oder Modifikationen in ihr Programm aufnehmen wollen.

Die Israelis haben ihr Auto bei Daimler und BMW vorgestellt

Bei Daimler in Stuttgart haben sie ihr Konzept bereits vorgestellt, auch bei BMW in München waren sie. „Sie mochten die Idee“, sagt Formoza. Während die Bayern am Ende abwinkten, weil sie mit ihren Elektrofahrzeugen eine andere Strategie verfolgen, steht eine endgültige Antwort der Schwaben noch aus. „Mal sehen, was passiert“, sagt Formoza und lächelt. „Es ist eine große Firma, da dauert es ­. . .“

Eine andere Rückmeldung in Tel Aviv gibt ihm allerdings Zuversicht: Der israelische Carsharing-Anbieter Car2go habe starkes Interesse signalisiert. „Sie wollen 300 Fahrzeuge abnehmen, wenn wir so weit sind mit der Produktion.“

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