Start-up von den Fildern 50 000 Duschbrocken verkauft

Von jub 

Zwei Gründer aus Stuttgart-Plieningen haben großen Erfolg mit ihrer Erfindung eines festen Duschgels und Shampoos. Und zwar so sehr, dass sie ihren Standort wechseln mussten.

Christoph Lung (li.) und Johannes Lutz mit zwei Duschbrocken Foto: Archiv Nina Büchs
Christoph Lung (li.) und Johannes Lutz mit zwei Duschbrocken Foto: Archiv Nina Büchs

Stuttgart - Nach fünf Monaten hat der Plieninger Waschkeller nicht mehr ausgereicht. Im Frühjahr dieses Jahres sind Christoph Lung und Johannes Lutz mit ihrem Start-up umgezogen, weil sie mehr Platz brauchten: Büro, Lager und Versand wurde nach Hallschlag verlegt, die Produktion ins Stuttgarter Umland. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler haben den sogenannten Duschbrocken erfunden. Dahinter steckt ein festes Shampoo und Duschgel in einem, das man gut auf Reisen mitnehmen kann, pH-neutral ist, kein Palmöl und kein Mikroplastik enthält, angenehm riechen soll und ohne Tierversuche hergestellt wird.

Produziert mit Pizzaknetmaschine und Handpresse

Die Nachfrage nach dem Duschbrocken ist riesig. Rund 50 000 Exemplare haben die beiden im ersten Jahr produziert und versendet. „Wir haben noch im April mit Pizzaknetmaschine und Handpresse 200 Duschbrocken am Tag produziert und konnten die Nachfrage nicht im Ansatz stemmen“, schreibt Christoph Lung in einer Pressemitteilung. „Heute produzieren wir an wenigen Tagen im Monat 5000 bis 6000 Stück und haben Zeit, unsere Idee weiterzuentwickeln und der Welt vom Duschbrocken zu erzählen.“

Vor Kurzem hat übrigens erneut die Produktionsfläche nicht mehr ausgereicht. Christoph Lung und Johannes Lutz nutzen nun die Maschinen und Räumlichkeiten der Seifenmanufaktur Haag in Feuerbach. Zwischen 200 und 300 Duschbrocken täglich werden nun von der „Schaumstation“, wie die beiden ihr Büro nennen, in die Welt verschickt.

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